Roswell High School und Kurse an der KSU

Besuch der Roswell High School


Nachdem wir die Wochen in verschiedenen Firmen und am Campus der KSU verbracht haben, konnten wir nun das amerikanische Schulsystem näher kennenlernen. Denn letzten Freitag durften wir die Roswell Highschool besuchen, um dort in einem Deutschkurs das duale Ausbildungssystem in Deutschland vorzustellen. Schon beim betreten der Schule fühlte man sich direkt in einen amerikanischen Highschool-Film versetzt – die Flure, die Trophäen, die Trikots an den Wänden und die große Sporthalle.


Nachdem wir von der Lehrerin herzlich willkommen geheißen wurden, präsentierte sich zuerst die German School of Atlanta. Das ist eine Samstagsschule, an der man Deutschkurse besuchen kann und entsprechende Zertifikate erhält. Im Anschluss hat Sabine, die Leiterin des Deutschprogramms der KSU vorgestellt. Hierbei hat sie unter anderem einen Film von einer Studentin, die ein Auslandsjahr in Deutschland absolviert hat, gezeigt. Somit hat sie für ein Auslandsemester in Deutschland geworben, ebenso hat sie das Programm der Joachim Herz Stiftung vorgestellt. Nach den Präsentationen haben wir uns der Klasse vorgestellt und am Ende konnten die amerikanischen Schüler uns Fragen zu unserer Ausbildung stellen. Die Schüler waren sehr interessiert, da es in den USA kein vergleichbares Programm zur deutschen Ausbildung gibt.


Im Anschluss an die Unterrichtsstunde hat uns die Lehrerin einiges über die Unterschiede des amerikanischen Schulsystems zum deutschen erklärt. Da sie selbst ursprünglich aus Deutschland kommt und jetzt aber in den USA lebt, konnte sie diese sehr gut darstellen. In den USA dreht sich nahezu der ganze Alltag um die Schule. Da Sport, soziales Engagement und Teilnahme an verschiedenen, zusätzlichen Angeboten sehr geschätzt wird, verbringen die Schüler den Großteil ihrer Zeit in der Highschool. Dadurch entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl, was von Schülern, Lehrern und Eltern sehr geschätzt wird. Nach vielen neuen Eindrücken ging es für uns danach wieder zurück nach Kennesaw.


Kurse an der KSU

Unsere Zeit hier an der KSU neigt sich langsam dem Ende zu und wir haben neben den Company visits auch einige Kurse besucht: so hatte ich die Möglichkeit in International Management, International Business, American Identities und auch ein paar Musik- und Musicalklassen zu schnuppern.

Im Kurs International Management wurden wir von dem Professor mit offenen Armen empfangen und direkt in den Unterricht eingebunden. Wir haben einiges über verschiedene große Firmenketten wie Starbucks oder Disney gelernt. Die Stunden vergingen immer sehr schnell, da der Professor interaktiv mit uns und seinen Studenten gearbeitet hat.

American Identities war für uns vor allem spannend, da wir dort aus erster Hand von den Amerikanern erfahren konnten, was Amerika für sie bedeutet. Dazu wurden verschiedene Themen wie Kapitalismus oder Aktivismus angesprochen und diskutiert. Der Blick der Studenten auf ihre eigene Kultur war sehr interessant und die Professorin hat uns auch mit eingebunden, sodass wir aus unserer Sicht berichten konnten. Somit haben nicht nur wir Deutschen, sondern auch die amerikanischen Studenten viel dazugelernt.


Diese Woche fand unsere letzte ICT-Stunde statt. In dieser Klasse zum interkulturellen Training haben wir über unsere vorbereiteten Elevator Speeches und alle Konzepte zum Austausch zwischen verschiedenen Kulturen gesprochen. Die Elevator Speech ist eine kurze Rede über unsere Entwicklung während unseres Aufenthaltes. Sie soll unter anderem beschreiben, welche Fähigkeiten wir verbessert haben und kann uns helfen Freunden oder Kollegen den Auslandsaufenthalt in kurzen, prägnanten Worten zu beschreiben. Um alle Konzepte noch einmal in unser Gedächtnis zu rufen, haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und jeweils drei Modelle ohne Worte dargestellt. Der Rest der Klasse durfte erraten um was es sich handelt. Hierbei haben wir viele kreative Interpretationen gesehen und es war ein sehr schöner Abschluss für diesen Kurs.

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Andretti’s, Manhunt am Campus und Karaokenacht

In den letzten beiden Wochen haben sich die amerikanischen Studenten richtig Mühe gegeben uns zu unterhalten. Alles was ich im folgenden Blog beschreiben werde, wurde von den KSU-Studenten organisiert und umgesetzt und dafür ein dickes Dankeschön.

Andretti’s

Als ich den Namen Andretti’s gehört habe, dachte ich, dass wir einen Besuch bei einem Italiener machen und dass wir ein gutes Abendessen bekommen. Als dann aber die Studenten uns erklärten, dass es eine typisch amerikanische Spielhalle ist, waren alle gespannt dorthin zu gehen.

Wir haben uns einen besonderen Abend ausgesucht, um dort an den Automaten zu spielen. Die Spielhalle hatte ein Aktion geplant, dass alle über 21 kostenlos hinein und alle darunter nur 10 Dollar zahlen müssen und danach waren alle Spielautomaten umsonst. Außerdem gab es halbe Preise auf Kart fahren und Lasertag, was von jedem mit großer Freude angenommen wurde.

Nachdem wir uns alle angemeldet haben, ging der Spaß auch schon los. Egal ob physische Sportspiele, wie Basketball oder Football, Jahrmarktspiele, wie Ringewerfen, Fahrtsimulationen, oder typisch amerikanisch mit Plastikwaffen diverse Gegner zu erledigen, es war für jeden etwas dabei. Der größte Reiz dabei war sich mit anderen zu Messen: Amerika gegen Deutschland, Zimmernachbarn gegeneinander oder Bayern gegen Hamburg.

Nach einer Weile durften diejenigen, die sich für das Kartfahren eingetragen haben, sich auf das Rennen vorbereiten. Gerüstet mit Haube und Helm durften wir unsere elektronisch betriebenen Fahrzeuge besteigen. Nach der kurzen Einführung des Personal ging es auch schon los. Jeder wollte der Schnellste sein und so war diesen Rennen nicht frei von missglückten Überholmanövern oder zu eng genommen Kurven, jedoch blieb jeder unverletzt. So schnell der Spaß begonnen hat, so war er auch schon wieder vorbei.

Die Kartbahn

Anschließend ging es für die ganze Truppe in die Lasertag Arena, wo wir in zwei Teams aufgeteilt wurden und unsere erlernten Fähigkeiten von der Shooting Range auf die Probe gestellt wurden. Im dunklen und verwinkelten Raum wurde um jede Position gekämpft und Punkte gesammelt. Zum Glück war Schweiß die einzige Flüssigkeit, die dort vergossen wurde und so gab es am Ende ein siegreiches Team, was aber egal war, da jeder Spaß hatte.

Manhunt auf dem Campus

In der selben Woche haben sich 30 Leute auf dem Campus getroffen, um ein Spiel zu spielen, was am besten zu beschreiben ist als eine Mischung aus verstecken und fangen; Manhunt. Hierbei wird sich auf ein Spielgebiet geeinigt, in dem sich die Gejagten verstecken können. Nach einer Versteckzeit von 5 min, haben die zwei Fänger die Aufgabe alle zu finden und abzuschlagen. Wer abgeschlagen wird, wird auch zu einem Fänger. Das Spiel wird so lange gespielt bis jeder gefangen wurde oder einige sich so gut versteckt haben, dass die Fänger aufgeben. Wir haben insgesamt 2 Runden gespielt und jedes mal gab es Leute, die nicht gefunden wurden.

Manche hätten sich vorher überlegen sollen, in welchen Busch sie springen, denn einige hatten fiese Dornen.

Karaokenacht

Eine Aktivität, die schon von Beginn an heiß begehrt war, aber nie zu Stande kam: In der letzten Woche haben wir es dann endlich geschafft, wir waren in einer Karaokebar. Obwohl nicht jeder in diesem Raum ein Meistersänger war, oder gerade deswegen, hatte jeder Spaß das Mikrofon in die Hand zu nehmen und aus tiefster Seele zu singen. Dabei erstreckte sich die Song Auswahl von Klassikern wie Queen oder Bon Jovi über 90er Hits bis hin zu aktuellen Hits. Es war für jeden etwas dabei und jeder bekam die Möglichkeit, den Raum zu rocken. Eine besonders große Ehre war es für mich, ein wenig deutsche Kultur weiter zu geben, indem ich für meine amerikanischen Freunde Rammstein gesungen habe.

Die mehr oder weniger musikalische Gesangsgruppe

Am Ende muss ich einfach all denen danken, die all diese Aktivitäten für uns organisiert haben. Ob es nun um den Ort und Zeit ging, um Fahrer zu organisieren oder um jeden glücklich zu machen. All dies haben die KSU-Studenten in ihrer Freizeit für uns geregelt und geplant. Dafür ein riesiges Danke von allen die dabei waren.
Euer David

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Besuch in den Mercedes Headquaters

Heute haben wir gemeinsam das Mercedes Benz USA Headquarters besucht. Ich denke jeder kennt die Marke, ihre Autos und ihre schönen Werbefilme, welche es schaffen, die Lust auf einen eigenen Mercedes noch weiter anzukurbeln. Umso spannender war es für uns, einen kleinen Einblick hinter die Kulissen zu erhaschen.

Im Gegensatz zum Besuch bei Porsche konnte man ohne Kontrolle direkt vorfahren. Es ist ein schönes modernes und großes Gebäude, dass erst vor einem Jahr für knapp 80 Millionen doller erbaut und mit einer großen Feier eröffnet wurde. Es war eine große Party mit vielen Menschen und verschiedenen Musikern, die alle das prächtige Ereignis feiern wollten. Unteranderem fuhr auch dieses Gefährt im folgendem Bild über den roten Teppich.

Unteranderem fuhr auch dieses Gefährt über den roten Teppich.

Wir wurden direkt herzlichst empfangen und in einen stylischen Präsentationsraum mit einer großen Leinwand geführt. Statt Stuhlreihen haben wir eine kleine Tribüne vorgefunden, auf der Willkommensgeschenke für uns bereitstanden. Dann ging die Präsentation auch schon los. Es ging mit der bereits erwähnten Eröffnungsfeier los, die im Video sehr einladend aussah. Ich glaube viele von uns hätten das gerne selbst miterlebt. Danach wurde uns erklärt, was die Aufgaben im Kunden service Bereich sind und wie wichtig es ist, die Kunden zufrieden zu stellen. Gerade weil die Marke Mercedes so einen guten Namen hat, erwarten die Kunden besonders viel von der Service Abteilung. Allerdings wurde uns gezeigt, dass unter 10% der Anrufe beim Kunden service, Beschwerden sind. Stattdessen wollen die meisten Anrufer etwas zur Bedienung fragen oder rufen an, wenn sie mit dem Auto liegen geblieben sind.

Nach der Präsentation wurden uns die offenen Büros gezeigt. Am Anfang der Büros war ein Raum, der als Trainingsraum für alle Neulinge genutzt wird. Hier erhalten alle in den ersten 5 Wochen einen Intensivkurs, im Umgang mit Kunden und dem richtigen Service. Doch auch nach dieser Zeit, gibt es noch coachings für die Mitarbeiter, sowie Spiegel vor jedem Telefon, damit die Mitarbeiter sich selber kontrollieren können. Im Prinzip geht es darum, dass wenn man angespannt oder genervt guckt, das vielleicht auch die Stimmung widerspiegelt, die man dem Kunden am anderen Ende der Leitung vermittelt. Auch wenn man denkt, man war zuvorkommend, hilfsbereit und freundlich, muss es ebenfalls mit dem Gesicht erzählt werden, auch wenn es nicht vom Kunden gesehen wird. Das ist eine weitere Art sich zu überprüfen und zu verbessern.

Links im Bild die kleinen Spiegel.

Leider ging unsere Rundführung nicht ganz bis zum Ende, da wir uns mit ein paar sehr sympathischen Mitarbeiter verquatscht hatten. Sie haben uns von ein paar Beispiel Situationen mit Kunden berichtet, wo es darum ging schnell spontan Probleme zu lösen, die generell nicht auftauchen und den Kunden am Ende zufrieden zustellen. Gerade dieses Gespräch hat mir gut gefallen, da es so echt war und alle drei Männer, wie es zu ihrem Job passt, sehr sympathisch und hilfsbereit waren. Man hat gemerkt, dass sie eine gute Arbeitsphilosophie und Chemie im Büro haben. Es gab viele Wände und Scheiben mit positiven Sprüchen und Ermutigungen drauf, die sie sich untereinander auf Postest geschrieben haben oder die auch richtig als Bürodesign eingearbeitet wurden.

„Feedback is a gift – just say thank you“
We play to win

Als wir uns wieder im Präsentationsraum versammelt haben, gab es noch eine Fragerunde, wo das Thema Superbowl aufkam. Der wurde dieses Jahr in Atlanta ausgetragen und das auch noch in der Mercedes Benz Arena. Zusätzlich hat Mercedes einen eigenen Werbespot für den Superbowl produzieren lassen. Für mich, als jemand aus der Werbebranche, war das sehr interessant, da wie alle wissen, während des super bowls, oft sehr gute und lustige Werbung übertragen wird.

Hier wurde das ganze Event ausgetragen.

Die kosten für die Werbeproduktion und Schaltung befanden sich bei um den 20 Millionen dollar.

Am Ende durften wir uns noch ein paar Autos anschauen und Fotos in den Autos machen.

Blockeintrag von Jamo

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Welcome to Miami

Nach langem Überlegen und Beratschlagen stand unser Reiseziel fest, die Stadt Miami. Vor etwa 100 Jahren war Miami nur ein kleiner Handelsposten, aber mittlerweile besitzt die Metropole über 5,5 Millionen Einwohner und ist damit die siebentgrößte Stadt der USA.

Am Donnerstagabend ging es los und wir landeten nach einem eineinhalbstündigen Flug am Airport Fort Lauderdale, welcher etwa 20 Meilen von Miami entfernt ist. Nachdem wir unsere Koffer vom Gepäckband aufgesammelt hatten und das Gebäude des Flughafens verließen, begrüßte uns erstmal die schwüle Nachtluft. Nach circa 30 Minuten kamen wir mit Uber in unserem gebuchten Apartment in Wynwood an. Dieses Stadtviertel ist vor allem durch die Straßenkunst wie Graffiti und Wandmalereien, sowie vielen Einkaufsmöglichkeiten bekannt. Da alle von uns ziemlich kaputt waren, beschlossen wir schlafen zu gehen, um mehr Kraft für den nächsten Tag zu sammeln.

Am nächsten Morgen starteten wir zuerst mit einem ausgiebigen Frühstück in unseren ersten Tag und brachen dann zu einer der riesigen Attraktionen, den “Wynwood Walls” auf. Das ist ein umzäuntes Gelände, in dem sich verschiedenste “Street-Art-Künstler” auf Wänden dieses Areals verewigen können. Besonders beeindruckend war, wie genau und scharf diese Motive, Muster oder Kunstwerke aussehen, obwohl diese nur mit Hilfe von Sprühdosen gemalt werden. Auch außerhalb der “Wynwood Walls” befinden sich an jeder Ecke verschiedenste Bilder und Motive. Nach unserem Besuch dieses Freiluftmuseums buchten wir uns ein Uber, um zum “North Beach” in Miami zu gelangen. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und schon nach kurzer Zeit mussten wir wieder den traumhaften Sandstrand verlassen. Den restlichen Abend ließen wir dann bei einem Italiener ausklingen und besprachen die Planung für die nächsten Tage.

Am Samstag verließen uns Hannah und Alex für einen Tagestripp zu den Universal Studios in Orlando. Somit beschlossen wir drei anderen den Tag etwas ruhiger zu verbringen. Bjarne und ich ließen uns in einem amerikanischen “Barber Shop” die Haare schneiden und anschließend begleiteten wir Julia in ein Shopping Center in der Nähe unseres Friseurs. Da das Wetter an diesem Tag ungewohnt kalt war verbrachten wir dann den späten Nachmittag in unserem kleinen Apartment. Am Abend besuchten wir auf Empfehlung unserer Vermieterin ein kleines Festival in unserer Umgebung mit Livemusik, sowie verschiedenen Essensständen.

Für Sonntag war eine Tour zu den Everglades geplant, die neben einer Airboat-Tour auch eine Live-Fütterung innehielt. Der Everglades Nationalpark beinhaltet nur 20 Prozent der Gesamtfläche der Everglades, welches sich vom Lake Okeechobee im Norden, bis hin zur äußersten Südspitze der Florida Halbinsel erstreckt. Der Nationalpark beeindruckt mit der großen Artenvielfalt von Planzen und Tieren. Zum Beispiel leben im Nationalpark die einzigen wildlebenden Flamingos, außerdem beherbergt der Park Schildkröten, Alligatoren, Krokodile, Waschbären und verschiedene Arten von Schlangen, Kröten und Spinnen. Besonders aufregend war die Airboat-Tour quer durch das Parkgelände, in dem man alle Tiere in ihrer normalen Umgebung beobachten konnte. Die darauffolgende Alligatorfütterung, die von einem Mitarbeiter des Everglades Nationalpark geleitet wurde, war sehr aufregend. Neben der Fütterung wurde viel über die Lebensweise der Alligatoren erzählt, aber auch Schildkröten, Kröten und Skorpione kamen nicht zu kurz. Diese unvergessliche Vorstellung wurde nur durch das eigenständige Halten eines Babyalligators getoppt. Wer also mal nach Florida kommen sollte, muss auf jeden Fall eine Tour zu den Everglades einplanen.

Auch wenn die Stimmung an dem letzten Tag unseres Aufenthaltes ein wenig trüb war, hielt uns das nicht davon ab, an einen der schönsten Strände von ganz Miami zu fahren, dem “Key Biscane”. Wir verbrachten unseren letzten Tag mit Schwimmen und Sonnenbaden. Das gute Wetter und die Umgebung ließen uns bis zum Abend hin vergessen, dass dies unser letzter Tag in Miami ist. Anschließend holten wir unser Gepäck und machten und auf dem Weg zum Rückflug nach Atlanta.

Ich möchte mich vor allem bei Alex, Hannah, Julia und Bjarne für dieses unglaublich schöne Osterwochenende bedanken, die den Aufenthalt erst so einzigartig gemacht haben.

Sonnige Grüße aus Wynwood,

Adrian

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Mein Praktikum an der KSU

Als ich erfahren habe, dass ich mein Praktikum an der Kennesaw State University machen werde, war ich zunächst etwas verwirrt. Natürlich habe ich mich wahnsinnig gefreut, aber ich wusste einfach nicht, was für Events eine Universität in den USA veranstaltet. Also habe ich mich ein bisschen im Internet schlau gemacht und habe mich dann dazu entschieden, mich einfach überraschen zu lassen.

Gesagt, getan und so begannen meine ersten Tage mit einem online Crowd-Management-Training, welches jeder Festangestellte und Lead (Studenten, die für Nightowls arbeiten und mehr Verantwortung tragen als Teilzeitarbeiter) absolvieren muss. Hierbei lernte ich, dass pro 250 Personen ein sogenannter „Crowd Manager“ anwesend sein muss. Auch das Verhalten im Notfall wurde stark thematisiert. Klar, das ist in Deutschland natürlich auch sehr wichtig, dennoch war es interessant die Unterschiede zu sehen. So wird hier beispielsweise viel Wert auf das richtige Verhalten bei einem Tornado gelegt. Solche Situationen haben wir in München dann doch eher selten.

Wie oft die Inhalte des online-Trainings bei Veranstaltungen angesprochen werden, habe ich kurz darauf bei den jeweiligen Briefings gemerkt. Besonders Fluchtwege, Evakuierungsarten und Sicherheitsräume zur Evakuierung werden hier thematisiert.

So auch bei NCUR, einer nationalen Konferenz die vor wenigen Tagen am Campus stattgefunden hat. Über 4.000 Studenten und Professoren aus der gesamten USA haben sich hierfür angemeldet und an der 3-tägigen Veranstaltung teilgenommen. Lars und ich waren dabei und haben beide in verschiedenen Bereichen mitgearbeitet.

Neben vielen spannenden Vorträgen gab es einen Streichelzoo, Spielecken oder auch kostenloses Popcorn und Give Away Bags. Ich habe unter anderem bei der Registrierung und der Ausgabe der T-Shirts geholfen.

Dass man Arbeit und Hobbys auch gut verbinden kann, merke ich bei jedem Atlanta United 2 Spiel, das im Fifth Third Bank Stadium stattfindet. Als Fußballerin macht mir hier das Arbeiten besonders viel Spaß, auch wenn vorab erst einmal alles aufgebaut werden muss, so auch der „Snowfence“, die Tore oder die Fahnen. Bei den Spielen selbst helfe ich hauptsächlich beim Scannen der Tickets aus. Es ist toll einen Einblick in Sportevents zu bekommen, da ich das aus meinem Ausbildungsbetrieb bisher noch nicht kannte.

Generell gibt mir das Praktikum gute Einblicke in viele Dinge, die für Veranstaltungen auf- und abgebaut werden müssen, was bei den Events die ich bisher kannte, hauptsächlich andere Dienstleister erledigt hatten. Diese Einblicke werden mir mit Sicherheit für mein Grundverständnis und Zeitmanagement in Deutschland helfen.

Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen noch mit sich bringen.

Liebe Grüße

Alex

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Wandern und Klettern in Colorado

Dieses Wochenende war es nun endlich so weit, das langersehnte, sogenannte, Reisewochenende ist an der Zeit. Ich habe mich schon lange Zeit darauf gefreut, nach Colorado zu fliegen. Ursprünglich hatte ich vor, einen Roadtrip, von Denver in Richtung Westen nach Utah und dann wieder zurück nach Denver durchzuführen. Ich habe jedoch leider an einem vorigen Wochenende, an dem ich ähnliches in Georgia und North Carolina gemacht habe, festgestellt, dass ein Roadtrip alleine nicht ganz so viel Spaß macht wie erhofft…

Ich habe mich somit gegen einen Roadtrip entschieden und folgendes geplant: Der Flug ging am Donnerstag früh, so habe ich den Tag über Zeit gehabt, um Denver zu Erkunden. Abends ging für mich ein Bus nach Colorado Springs, wo ich die nächsten Tage in einem Airbnb übernachten werde. Am Freitag habe ich eine Klettertour im Garden of the Gods gebucht. Nach der Klettertour hatte ich noch ein Zeitfenster, dass ich dann „on the go“ füllen wollte und für den Sonntag nahm ich es mir vor, den Cheyenne Mountain zu besteigen.

Denver: Der Aufenthalt in Denver war selbst für mich, einen Menschen, der sich für Städte eher weniger interessiert, sehr beeindruckend. Ich bin zunächst mit einem sehr gut ausgestatteten Nahverkehrszug vom Flughafen aus, in Richtung Downtown gefahren. Überrascht wurde ich bereits beim verlassen des Zuges. Der Bahnhof Union Station in Denver ist sehr gut ausgebaut, sauber und ansehnlich. Nach ein paar Minuten Fußmarsch kam ich bereits in der sogenannten 16th Street Mall an, die mich in Denver am meisten beeindruckt hat. Hier habe ich erst gemerkt, wie Progressiv die Stadt wirkt. Es gab einen Kostenlosen Shuttle-Bus, der von der Union Station bis zum Capitol, rein elektrisch gefahren ist. Außerdem sind die Fußgängerzonen weiträumig ausgebaut und schön gestaltet. Generell wirkte die Stadt in dieser Gegend auf mich sehr ruhig, obwohl es sich hier um das Stadtzentrum handelt. Ich Habe mir in Denver dann noch das Capitol und den Civic Park angesehen.

Klettern im Garden of the Gods: am Freitagmorgen ging es für mich in den Garden of the Gods um ein Kletterabenteuer zu erleben. Mein Airbnb Host war sogar so nett, dass sie mich in den Garden of the Gods gefahren hat. Nun zum Garden of The Gods: es handelt sich hierbei um einen Park, der mehrere interessante Sandsteingebilde als seine Hauptattraktion hält.

Der Guide hat beim Klettern zunächst mein Können ausgetestet, um auszuloten, welche Routen wir anpeilen sollten, damit ich eine, für meine Kletterfähigkeiten adäquate Erfahrung machen kann; Da ich bereits ein paar Jahre Indoor-, aber jedoch keine Outdoor-Klettererfahrung habe, hat sie eine Route ausgesucht, die den Unterschied zwischen einer Plastischen Wand in einer Halle und einem echten Felsen hervorhebt – damit hat sie mir auch ganz schnell gezeigt, dass es am echten Felsen anders läuft – ich habe eine ordentliche Herausforderung gehabt; Die Route habe ich dennoch nach einiger Zeit erfolgreich absolviert.

Sie fragte mich danach, ob ich irgendwelche Wünsche bezüglich spezieller Arten von Routen habe. Mir ist dabei sofort Alex Honnold, ein Berühmter „free climber“ eingefallen, von dem ich bereits einige Videos auf YouTube, speziell über das so genannte „crack climbing“ gesehen habe. Es handelt sich beim crack climbing um das Klettern an Felswänden mit kleinen, durchgängigen Spalten; Diese Formationen findet man in Kletterhallen nicht, weshalb dies eine Einzigartige Erfahrung sein würde. Mein Guide hatte direkt eine Route parat und erklärte mir nun zunächst die Technik des crack climbings; Danach ging es an den Felsen. Ich habe die Route sehr schnell gemeistert und außerordentlichen Spaß dabei gehabt; Das war die Route, die mir am ganzen Tag die meiste Freude bereitet hat.





Wir sind dann noch einige andere Routen geklettert und haben einen „adventure climb“ auf den Höchsten Felsen im Garden of the Gods unternommen. Unter einem adventure climb versteht man eine Route, die technisch eher nicht anspruchsvoll ist, einen jedoch am Felsen an Orte bringen soll, die man zu Fuß nicht erreichen kann. Der Fels war schätzungsweise ~100m hoch – es war eine tolle Aussicht.

The Manitou Incline: Da ich mich nach dem Klettern noch nicht ausgelastet genug fühlte, folgte ich dem Vorschlag meines Airbnb Hosts, mich doch an „The Incline“ zu versuchen. The Incline ist der Erste Teil der Wanderroute zum Pikes Peak, dem höchsten Berg in der Nähe von Colorado Springs. Eigentlich handelt es sich bei The Incline nur um eine Treppe, die sich über etwas weniger als eine Meile erstreckt… eigentlich gar nicht so anspruchsvoll, oder? Es gibt jedoch einen Haken – man besteigt auf dieser kurzen Strecke etwas über 600 Höhenmeter; Die Steigung beträgt teilweise 45°. Außerdem ist nicht zu verachten, dass man sich zwischen 2000m und 2600m über NN bewegt – der geringere Sauerstoffanteil ist deutlich zu spüren.

Nach kräftezehrenden 75 Minuten habe ich es dann bis nach oben geschafft – ich fühlte mich, abgesehen von meiner extremen Erschöpfung, großartig! Das war wirklich ein tolles Gefühl. Von Oben hat man einen tollen Blick auf Colorado Springs, Pikes Peak und andere umliegende Berge. Zugeben muss ich, dass ich The Incline unterschätzt habe (es klingt ja auch so harmlos) und hierbei eine wirkliche Herausforderung hatte.

Red Rock Canyon und Section 16: Da ich nach The Incline total erschöpft war, habe ich bereits am Freitagabend entschieden, mich nicht der 27km langen Wanderung zum Cheyenne Mountain und dem Wecker um 4Uhr morgens am Folgetag zu stellen. Ich habe mir daraufhin am Samstagmorgen Tipps für eine Wanderung von meinem Airbnb Host eingeholt und mich für Red Rock Canyon und Section 16 entschieden.

Meine Wanderung hat mich erst ein paar Meilen durch den Red Rock Canyon geführt und dann auf den sehr steilen und steinigen Anstieg des Section 16 Trails. Ich habe auf dem Section 16 Trail, wahrscheinlich wegen seiner Schwierigkeit, selten andere Wanderer getroffen; Ich fühlte mich wirklich wie inmitten der Natur, obwohl der Trail nicht so weit abseits von Colorado Springs liegt.

Der Trail endet am Bear creek. Von Hier aus bin ich noch den High Drive in Richtung Mays Peak gewandert; Da ich zu erschöpft war, habe ich Mays Peak jedoch nicht komplett erklommen. Ab dem Ende von High Drive habe ich umgedreht und bin den selben Weg zurück bis zur nächsten befestigten Straße gelaufen.

Ich habe mir von dort einen Uber zu einem Deutschen Restaurant in Colorado Springs gerufen, wo ich mich mit einer Kellnerin, die seit 9 Jahren in Colorado lebt, auf Deutsch unterhalten habe. Nach dem Essen ging es für mich wieder auf die Heimreise nach Atlanta.

Insgesamt bin ich, laut Google fit, an den drei Tagen circa 30 Meilen ≙ 48km und circa 72000 Schritte gelaufen. Sehr anstrengend aber definitiv lohnenswert. Ich hatte eine tolle Zeit!

Lars

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Major, Dornier und ZwickRoell Besuch

Diese Woche waren wir neben unseren Kursen an der KSU zu Besuch bei zwei verschiedenen Firmen. Außerdem durften wir am Montag Abend bei einer Stadtratssitzung von Kennesaw dabei sein.

Diese wurde traditionell mit einem Gebet und einem Schwur gestartet, was in Deutschland nicht üblich ist. Dies zeigt den starken Patriotismus in Amerika und die tiefe Verankreung der Religion. Während der Sitzung wurde unter anderem eine Genehmigung einer Alkoholverkaufslizenz für einen Bierbrauer beschlossen.

Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war „Public Comment/Business from the floor“, dabei durften alle Bürger sprechen, wenn sie wollten. Ein junger Mann hat sich, auch im Namen seines Mitstipendiaten, für sein Stipendium bedankt, dass er von der Stadt Kennesaw bekommen hat. Zudem wird eine Frau aus Kennesaw in den nächsten Tagen 110 Jahre alt und ihr Sohn wollte das einfach nur anmerken, dass sie die älteste Frau der Stadt ist und viele Veränderungen miterlebt hat.

Der letzte Punkt war der Bericht der verschiedenen Bereiche, wobei alle Stadtratsmitglieder von einem lokalen Festival berichteten, das diese Woche stattfand.

Danach wurden wir vom Bürgermeister eingeladen, uns mit ihm in seinem Büro zu unterhalten. Es war ein sehr interessantes Gespräch. Er hat uns sehr offen über seine Lebensgeschichte erzählt und uns die Möglichkeit gegeben unsere Fragen zu stellen. Während das Gesprächs konnten wir feststellen, dass er nicht der typische amerikanische Politiker ist, zum einen auf Grund seiner Lebensgeschichte, zum anderen wegen seiner Einstellung zu den Aufgaben eines Politikers. Er war der Meinung, dass er nicht der Anführer auf einer höheren Stufe ist, sondern zusammen mit den Bürgern etwas erreichen will. Für seine Amtszeit hat er sich unter anderem vorgenommen einen zentralen Treffpunkt in Kennesaw zu schaffen. Dies möchte er in Form eines Stadtparks umsetzten mit einer Freiluftbühne und viel Grünflächen auf denen sich Familien, Studenten und Leute aller alters und sozial Schichten treffen können. Mit der Motivation, dass jeder einzelne von uns etwas bewegen kann und wir den Unterschied machen können, haben wir uns von dem Bürgermeister verabschiedet.

Am Mittwoch haben wir uns auf den Weg zu Dornier MedTech, wessen Hauptproduktionsstandort in Deutschland ist, gemacht. Von Sabine´s Tochter, die dort gerade ein Praktikum absolviert, und ihrer Kollegin wurden wir herzlich empfangen und haben eine kleine Einführung in das Unternehmen bekommen. Danach haben wir eine Führung erhalten, wobei wir als erstes in der Lager- und Logistikhalle die Vorgänge und vor allem die Ladungssicherung erklärt bekommen haben. An unserem zweiten Stopp durften wir die Maschinen hautnah erleben. Ein Mitarbeiter hat uns gezeigt wie das medizinische Gerät zur Zertrümmerung von Nierensteinen funktioniert – alles anhand eines Eiswürfels. Dazu hat er uns einige technische Fakten erläutert.

Am Ende unserer Führung haben wir uns die Herstellung von speziellen Fibern angesehen. Dabei werden die Fiber geschnitten, mit einem Metallverschluss versehen und im Nachhinein mit einem Gas sterilisiert. Zum Abschluss unseres Besuches wurden uns alle Praktikanten vorgestellt und wir durften unsere offenen Fragen über deren Aufgaben, das Arbeitsleben und die Schwierigkeiten eine Beruf zu finden, aber auch die Umstellung von Studium auf Arbeitsleben stellen. Dies war eine sehr schöne Abrundung unseres Besuchs.

Anschließend ging es für uns zu ZwickRoell, einem Unternehmen, das Maschinen zur Qualitätsprüfung herstellt, mit einem großem Spektrum an vielen verschiedenen Maschinen, die für unterschiedliche Prüfungen eingesetzt werden können. Man kann mit diesen Maschinen die Qualität fast aller Produkte überprüfen, zum Beispiel Waffeln auf ihre Härte, Metallbaustücke auf ihre Belastbarkeit, aber auch Blaubeeren auf ihre Festigkeit prüfen. Ebenfalls werden diese auch zur Überprüfung der Produktsicherheit verwendet und für bestimmte Kundenansprüche, wie extreme Hitze oder Kälte, müssen die Prüfmaschinen angepasst und entwickelt werden. Nach einer Einführung in die Produktwelt und die verschiedenen Prüfmethoden, durften wir einen solchen Qualitätstest von einem Kunststoffwerkstück miterleben.

Dieses wurde in eine Prüfmaschine eingespannt, dann wurde eine Zugkraft darauf ausgeübt, bis es der Kraft nicht mehr standhalten konnte und gerissen ist. Danach durften wir unsere bisherigen Erfahrungen mit der amerikanischen Kultur und die Unterschiede, die wir dabei entdeckt haben, mit dem Geschäftsleiter teilen. Es war ein ereignisreichen und sehr spannenden Tag.

Viele Grüße aus Kennesaw

Theresa

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