„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“

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Mit diesen Worten Hermann Hesses lässt sich die letzte Sitzung unseres virtuellen Programms „Azubis in die USA“ gut beschreiben. Denn mit jedem Ende fängt auch etwas Neues an. Aber dazu kommen wir später…

Wir haben zunächst einen Blick zurück auf unsere sieben gemeinsamen Wochen geworfen. Am 17.09.2021 haben wir uns zum ersten Mal virtuell getroffen und uns kennengelernt, Erwartungen ausgetauscht und die Themen und Aufgaben für die nächsten Termine besprochen. Michael Theissen-Jones von der Metro Atlanta Chamber war unser erster deutsch-amerikanischer Gast, der uns Atlantas Besonderheiten vorgestellt hat. Das war eine tolle Einstimmung auf das, was wir im weiteren Programm noch lernen werden.

So haben wir in der zweiten Woche Perspektivenwechsel eingenommen und als „kulturelle Detektive“ die Kulturen anderer Länder aus deren Blickwinkel erkundet. Unser Gast John Fluker, CEO von Grenzebach, hat uns die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den USA und Deutschland eindrücklich erläutert.

Auch Deborah Steinborn, eine amerikanische Journalistin, die in Deutschland für Die Zeit schreibt, konnte uns in der dritten Woche fesseln mit ihrer persönlichen Geschichte, aber auch ihren Erfahrungen zum Themenbereich Führung und beruflichen Herausforderungen in beiden Kulturen.

Abgerundet wurde dieses Thema in der vierten Woche, als wir über Grenzen und verschiedene Identitäten gesprochen haben. Neu war für uns wohl, was das „Recht zu arbeiten“ und die Gewerkschaften in den USA bedeuten und welche Unterschiede es darüber hinaus bei der Krankenversicherung und Arbeitsverträgen gibt. Die Leiterin der Personal- und Kommunikationsabteilung bei Actemium INP North America Inc., Gaby Beyer, hat uns aus ihrem Arbeitsalltag erzählt und verdeutlicht, dass für europäische Unternehmen die amerikanischen Arbeitsverhältnisse durchaus eine Umstellung darstellen, aber sie viel Wert darauf legt, die Arbeitnehmenden und ihre Bedürfnisse in den Fokus zu nehmen: “Humans are the most important capital.”.

In der fünften Woche haben wir uns mit dem unterschiedlichen Umgang mit Kontroversen befasst, bei dem wir uns beispielhaft die Black Lives Matter-Bewegung angeschaut haben und wie sich diese in den USA entwickelt hat. Als Gast hat uns das Multitalent Vanya Allen sehr unterhaltsam, aber vor allem überaus lehrreich von ihren Erfahrungen mit Rassismus und „Weißer Fragilität“ berichtet und uns nachhaltig beeindruckt.

Passend dazu hat uns der Rapper Rotey in der sechsten Woche viele Denkanstöße mit auf den Weg gegeben, wie wir unser Leben selbst gestalten und Einfluss nehmen können: „Bring more into the world of what you want to see!“.

Dazu gehört auch, dass man sich und seine Erfolge feiern sollte – und das kann kulturell ganz verschieden aussehen, wie wir in der siebten und letzten Woche erfahren haben. In einem Gespräch mit Dr. Jennifer Clinton, Präsidentin von Cultural Vistas, und Dr. Nina Lemmens, Vorständin der Joachim-Herz-Stiftung, haben wir von ihren Erfahrungen in den Führungspositionen gelernt, wie man mit Fehlern umgeht, aber auch sich selbst immer wieder herausfordert und offen für Neues bleibt.

So schlagen wir einen Bogen zum Anfang…

Wir haben in unserer abschließenden Sitzung am 30.10.2021 alle zusammen zurück geblickt, unsere neu gewonnenen Erkenntnisse aus dem Programm besprochen und unsere Highlights in Form einer „elevator speech“ vorgetragen. Und all das hat uns dazu befähigt, nach vorn zu blicken und zu erkennen, wie es nun weitergeht:

Einige von uns werden im Frühjahr und Herbst 2022 nach Atlanta fliegen und die Stadt sowie die Kennesaw State University kennenlernen.
Einige von uns werden mit Sicherheit weiterhin Kontakt zu ihren Buddies halten und sich womöglich auch gegenseitig besuchen.
Einige von uns werden mit den erweiterten Englischkenntnissen und dem interkulturellen Wissen andere Auslandserfahrungen in Angriff nehmen und so den Sinn des Programms forttragen.

Jeder von uns ist durch das Programm ein Stück gewachsen – sei es persönlich, sprachlich oder angereichert mit neuen Informationen.

Mit dem Ende des virtuellen Programms „Azubis in die USA“ 2021 beginnt für jeden von uns ein neuer Abschnitt mit neuen Perspektiven und Zielen. Weil jedem Anfang ein Zauber innewohnt!

P.S.: An dieser Stelle wollen wir uns besonders bei den Organisatorinnen Yulia, Sabine und Iris für ihre wunderbare Arbeit mit uns in den Sitzungen, aber auch Vor- und Nachbereitung sowie Planung und Durchführung des Programms bedanken! Bitte macht weiter so, damit noch viele weitere Azubis die Möglichkeit zu dieser Erfahrung bekommen!

Und natürlich gilt auch allen Gästen in unseren Sitzungen, ebenso wie unseren Buddies großer Dank für ihre Zeit und die Einblicke, die wir von ihnen in ihre Arbeits- und Lebenswelten erhalten durften! Dankeschön!

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Umgang mit Erfolgen und Misserfolgen

In der vorletzten Session haben wir über Celebrations und Achievements gesprochen. Als Einstieg haben wir darüber gesprochen, wie wir unsere Erfolge anerkennen und was wir toll und peinlich finden. Wir haben herausgefunden, dass es auch kulturelle Unterschiede gibt, wie z.B. verschiedene Traditionen an Weihnachten oder zum Geburtstag. Während man in Amerika Weihnachten morgens am 25.12. feiert, ist Heiligabend von hoher Bedeutung in Deutschland. An Geburtstagen in Amerika wird oft die ganze Woche gefeiert, während man in Deutschland meist einen Tag mit der Familie und einen Tag mit Freunden feiert.

Darüber hinaus haben wir noch über Selbsterkennung und Anerkennung von Anderen gesprochen. Uns wurde das Gedicht von Amanda Gorman, welche eine 22-jährige Amerikanerin ist, gezeigt. Sie trug es am Amtsantritt von Biden diesen Jahres vor. Ihre Rede war sehr motivierend, besonders hervorgehoben wurde dies aufgrund von sprachlichen Mitteln und ihrer Gestik.

Bevor unsere Gastsprecher kamen, haben wir in Kleingruppen über unsere „Elevator Speeches“ gesprochen. Nach Vortragen der Reden, haben wir uns gegenseitig konstruktives Feedback mit der Sandwich-Methode gegeben.

Heute hatten wir Gastredner zum Thema Erfolg und Misserfolg in Deutschland und den USA. Dafür waren bei uns zu Gast Dr. Jennifer Clinton, sie ist Präsident und CEO bei Cultural Vistas in der USA und Dr. Nina Lemmens, sie ist im Vorstand der Joachim-Herz-Stiftung aus Deutschland.

Dr. Nina Lemmens
Dr. Jennifer Clinton

Beide Frauen befinden sich in Führungspositionen und konnten uns somit passend zum Thema aus Ihren Erfahrungen berichten. Das war besonders spannend, da wir mit zwei starken Frauen reden durften, welche im Prinzip ähnliche Aufgaben haben, aber in unterschiedlichen Ländern tätig sind. Somit konnte Frau Lemmens uns einen Einblick in die deutschen Verhältnisse schildern und Frau Clinton für die USA.

Neben den beruflichen Erfahrungen haben wir auch private Geschichten aus dem Leben unserer Gastrednerinnen gehört. Sie haben uns sehr viele und gute Ratschläge gegeben, woran wir in unserer Zukunft ab und zu mal mit daran denken sollten. Zum Beispiel, dass wir das Tun sollten was wir wirklich lieben, denn nur so können wir das Lieben was wir tun.

Ein weiteres Thema war der Umgang mit Fehlern gegenüber ihren Angestellten. Hier waren die Antworten sehr ähnlich. Sie meinten beide es ginge um die Art von Fehler, dabei spiele auch eine Rolle wie groß oder wie schwerwiegend dieser war. Aber dennoch waren beide der Meinung, dass man die Fehler analysieren muss, um sie bestmöglich zu beheben, dass diese in Zukunft nicht erneut passieren.

Es war eine super interessante Sitzung, weil beide super natürlich und echt rüberkamen. Man konnte Ihre Handlungen und Gedanken sehr gut nachvollziehen. Sie haben uns Einblicke gewähren lassen, bei denen man gesehen hat, wie es ist Chef zu sein, auch wenn es nicht nur schöne Momente gibt. Es war eine absolut gelungene Stunde, da wir Azubis auch mal den Blick von der anderen Seite gesehen haben und man nun gewisse Handlungen von unseren Arbeitgebern bestimmt besser nachvollziehen kann.

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