Erste Tage USA 2026

Hey :D, ich bin Timothy und mache eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie & Gebäudetechnik. Willkommen zu unserem 2026 USA Blog.

Abflug

Ich erinnere mich noch an das Gefühl vor unserem gemeinsamen Flug. Ich habe gepackt, mich vorbereitet, letzte Dinge erledigt… und nichts dabei gefühlt. Ich konnte mir nicht erdenken, was für eine unglaubliche Woche ich in den Staaten vor mir haben werde.

Dann bin ich zum Abflugtreffen aufgebrochen und habe die anderen Azubis, nach eine langen Zeit, wieder gesehen. In der letzten Nacht standen wir zu viert auf dem Dachbalkon des Hotels, in dem wir schlafen sollten und haben noch ein letztes Mal Deutschland genossen und geredet und geredet.

Dann, am nächsten Morgen, sind wir direkt zum Flughafen aufgebrochen. Alles ging Glatt, dem wir sind sofort durch jegliche Kontrollen gekommen und haben und ins Flugzeug gesetzt.

Der Flug an sich war sehr angenehm und überraschend schnell vorbei. Angekommen am ATL International Airport konnten wir nur hoffen, durch die Security zu kommen. Aber, Gott sei Dank, wurde wir einfach durchgewunken und waren schwups in den USA. Die Ankunft im Sonesta Hotel war ebenfalls sehr angenehm und wir durften den restlichen Tag einfach nur ankommen.

KSU

Direkt am ersten vollen Tag in Kennesaw, sind wir gemeinsam mit Shane auf den KSU (Kennesaw State University) Campus gegangen. Damit hatten wir die Möglichkeit, mit den Peer Buddies zu quatschen und an einer Schnitzeljagd teilzunehmen, um den riesigen Campus inkl. den meisten Gebäude kennen zu lernen. Ich persönlich bin noch am Abend mit Spencer, Jonas, Dren und Georgii zu Whataburger Essen gegangen.

Am Montag waren wir zum ersten Mal innerhalb der Gebäude und haben unsere Studenten-ID´s abgeholt, damit wir den vollen Umfang des Unigeländes erleben können. Den restlichen Tag habe ich damit verbracht, Kennesaw mit den Peer Buddies und meinen deutschen Freunden zu erkunden und Shoppen zu gehen.

Marietta

Das vorletzte Event für diese Woche war unser Besuch des zweiten Campus in Marietta. Dort haben wir mehrere Tours bekommen.

Die erste Tour war im Marietta AERO LAB. Dort forschen Studenten arbeiten an Projekten zur Unterstützung von Einsatzkräften mit Schwerpunkt auf Erkennungsalgorithmen in Drohnen.

Die zweite Tour führte uns durch das ROBOTIC LAB. Roboter sollen uns in Zukunft vereinfachen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und uns so persönlich & Zuhause unterstützen.

Als letztes durften wir noch das nigelnagelneue iSTEM Gebäude sehen. Dieser Standort wird für Studenten und weitere Gruppen zur Verfügung gestellt, um Forschung und Innovation zu fördern.

Mellow Mushrooms

Am gleichen Abend durften wir alle (dank Shane) einem gemütlichen Abend bei Mellow Mushrooms Pizza beiwohnen, wo wir ebenfalls (neben den Peer Buddies) neue KSU Studierende kennengelernt haben. Ich habe dort eine Mechatronik + Deutsch -studierende kennengelernt, die mich in ihre Kirche eingeladen hat.

Nebenbei haben auch viele meiner deutschen Kollegen etwas unternommen und die Geschichten, die ich untertags höre, sind echt schön. Manche wirst du auch hier zu lesen bekommen, also stay up to date 😉

Byebye – Timothy

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Von Supermärkten, Schulgebäuden und Marktanalysen – Mein Praktikum im Immobilienbereich

Ich heiße Michael, bin 20 Jahre alt und mache derzeit meine Ausbildung zum Immobilienkaufmann in Hamburg. Mein Praktikum durfte ich in den vergangenen acht Wochen bei der Firma Coro Realty Advisors in Atlanta absolvieren, einem Unternehmen, das sich ganz auf Investments in Immobilien spezialisiert hat und nicht wie ein klassisches Maklerbüro funktioniert.

Coro ist stark fokussiert auf die strategische Entwicklung und Vermarktung von Immobilienprojekten, mit einem klaren Fokus auf den Mehrwert für Investoren wie unter anderem auch der Joachim Herz Stiftung. Der Alltag im Büro war vielseitig und oft überraschend genau das, was ich mir von einem Auslandspraktikum erhofft hatte. Mein Supervisor und alle anderen Kollegen waren immer freundlich und haben mir alle Fragen beantwortet.

Gleich zu Beginn meines Aufenthalts durfte ich einige Grundstücke besichtigen, die typisch für den US-Immobilienmarkt sind: sogenannte Retail Properties mit einem großen Supermarkt oder Discounter als „Ankermieter“ und einer Ansammlung kleinerer Läden außen herum vom Frisör über die Sandwich-Kette bis zum Tierbedarf. Diese Art von Flächen ist in den USA weit verbreitet, stark nachgefragt und spannend aus Investorensicht, vor allem wenn Standort, Frequenz und Bevölkerungsstruktur stimmen, was in der Metropolregion defentitv der Fall ist.

Ein echtes Highlight war der Besuch des Roosevelt im Stadtteil Cabbagetown, in welchem ich auch Privat noch viel Zeit verbracht habe. Dabei handelt es sich um ein historisches Gebäude, das früher eine Mädchenschule war und nun aufwändig zu modernen Apartments umgebaut wurde. Die imposante Backsteinfassade und das alte Treppenhaus wurden erhalten, während die Innenräume komplett neu strukturiert und hochwertig ausgestattet wurden. Nun leben dort vorwiegend junge Menschen, die im künstlerischen Bereich unterwegs sind.

Marktanalysen für Atlanta und Charlotte – Mein „Market Snapshot“

Ein Kernprojekt meiner Arbeit bei Coro war die Erstellung eines umfassenden Market Snapshots, zusammen mit einem Kollegen aus dem Investment Team, für die Metropolregionen Atlanta und Charlotte, der sowohl firmenintern als auch an Investoren weitergegeben wurde. In dieser Analyse habe ich mich mit den Entwicklungen in verschiedenen Asset-Klassen befasst: Retail, Residential, Office, Industrial und Self Storage. Ich habe dabei untersucht, wie sich Angebot, Nachfrage und Renditeaussichten in den letzten Monaten verändert haben.

Zusätzlich durfte ich bei der Aktualisierung unserer Standortdaten mitarbeiten – darunter wichtige demografische Kennzahlen wie Medianalter, Durchschnittseinkommen und Bevölkerungsstruktur im Umkreis von 1, 3 und 5 Meilen rund um die Objekte von Coro. Diese Daten sind für Standortbewertungen essenziell und werden von Investoren sehr genau analysiert. Diese Aufgabe hat mir viel Spaß bereitet weil ich wusste, dass diese Daten am Ende auf der Website der Firma für alle einzusehen sind.

Was Coro Realty Advisors besonders macht, ist der konsequente Fokus auf Immobilien als Investment, hier wird nicht einfach verkauft oder verwaltet, sondern entwickelt, geplant und gezielt investiert. Das hat meinen Blick auf die Branche noch einmal deutlich erweitert.

Freizeit, Fußball und Flohmarktfunde von Atlanta bis New York City

Neben der Arbeit blieb am Wochenende natürlich auch Zeit, um Atlanta und Umgebung besser kennenzulernen. Besonders schön war, dass viele der Firmen, bei denen wir unsere Praktika gemacht haben, Aktivitäten für uns Interns organisiert haben. So waren wir beispielsweise gemeinsam beim Baseballspiel – was ehrlich gesagt nicht gerade mein neuer Lieblingssport geworden ist. Deutlich spannender war unser Besuch im Georgia Aquarium und bei einem Spiel von Atlanta United, dem Fußballverein. Die Stimmung im Stadion war zwar solide, aber im Vergleich zu deutschen Verhältnissen doch eher enttäuschend. Trotzdem war es spannend zu sehen, wie Fußball hier inszeniert wird.

Ein echtes Highlight meines Aufenthalts war aber unsere viertägige Reise nach New York City. Die Stadt war genauso beeindruckend, laut und lebendig, wie man es sich vorstellt. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten wie dem Times Square, dem Central Park und der Brooklyn Bridge, haben wir auch einen ausgedehnten Flohmarktbesuch gemacht, bei dem wir gezielt nach alten Vinyls und CDs gestöbert haben.

Ein ganz besonderer Moment war mein Besuch in der East River Bar in Brooklyn, in der sich regelmäßig der FC St. Pauli Fanclub New York trifft, um gemeinsam die Spiele zu schauen. Als Hamburger war das natürlich ein echtes Heimspiel für mich. Ich kam dort mit dem Organisator ins Gespräch, erzählte ihm von meinem Praktikumprogramm und wurde direkt weitervernetzt: Er stellte mir den Kontakt zu einem Sankt Pauli Fanclub in Atlanta her.

Wenig später saß ich also auch in Cabbagetown, einem Stadtteil mit alternativem Charme, in einer Bar mit anderen St. Pauli Fans und schaute die nächsten Spiele. Der Stil des Viertels, die Kneipe, das Publikum – alles passte irgendwie perfekt zum Verein. Es war ein überraschender, aber richtig schöner Moment, mitten in den Südstaaten auf eine so vertraute Fußballkultur zu stoßen.

Die Zeit in den USA war auf jeden Fall bereichernd, beruflich wie privat. Ich nehme viele wertvolle Eindrücke mit und bin dankbar für all die Begegnungen. Vor allem freue ich mich darauf, einige der Leute aus Atlanta vielleicht schon bald in Deutschland wiederzusehen.

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