Lernen an der KSU

Einer der wichtigsten Aspekte der Reise ist die Kennesaw State University, die Universität, welche wir sechs Wochen lang besuchen dürfen. Neben der Forschung ist auch die Weitergabe von Wissen wichtig. Es gibt eine große Anzahl an verschiedenen Kursen, geleitet von unterschiedlichen Professoren und dementsprechend unterschiedlich werden diese gestaltet. Ich bin Celine, 25 Jahre alt und mache aktuell eine Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit.

Viele der Kurse laufen so, wie man sich es vorstellt: Der Professor oder die Professorin halten eine Vorlesung zu einem bestimmten Thema und die Studierenden schreiben mit. Hier und da wird eine Frage gestellt, aber der Hauptredeanteil bleibt bei der Lehrkraft. Manche Stunden werden aber auch von den Studierenden geführt – Entweder durch Präsentationen oder als Diskussionsleitung, wofür sie zu einem Thema verschiedene Fragen vorbereiten.

Das Intercultural Training, an welchem alle Azubis und einige der Peer Buddies teilnehmen, verläuft etwas interaktiver. Hier vergleichen wir unsere persönlichen Erfahrungen und Kulturen und untersuchen Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Eindrücke in Kleingruppenarbeit, die wir im Anschluss der gesamten Klasse vorstellen. Beim Englischkurs spielen wir regelmäßig Kahoot, ein Online-Quizspiel, damit sich die Vokabeln verfestigen.

Sports Event Management läuft etwas anders: Die Klasse wurde am Anfang des Semesters in verschiedene Projektgruppen aufgeteilt und plant zusammen verschiedene Campusevents. Einige der Studierenden müssen sich zum Beispiel um den Ablauf kümmern, während andere potenzielle Sponsoren organisieren müssen. Der Professor begleitet sie und bietet Unterstützung, aber die Hauptverantwortung liegt bei den Studierenden und besonders bei dem Leitungsteam. Sie müssen kontrollieren, dass kein Team hinterherhängt und Hilfe leisten, wenn es Probleme gibt.

Eine weitere Besonderheit für mich ist das Event Marketing. Hier wird aktuell eine Umfrage zum Theatermarketing durchgeführt. Dafür erstellten die Kursteilnehmenden einen Flyer zum Stück „She Loves Me“, welches aktuell an der KSU vorgeführt wird. Basierend auf dem Flyer mussten sie einen zweiten erstellen, welcher identisch ist bis auf einen kleinen Unterschied, wie zum Beispiel der Hintergrund, die Schriftart oder die Schriftgröße. Dazu konnte man eine Reihe an Multiple-Choice-Fragen einreichen. Ich durfte für diese Umfrage auch ein Design erstellen und bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Es gibt viele verschiedene Arten und Weisen, wie Wissen weitergegeben und erlangt wird. Auch allein im alltäglichen Umgang mit den Peer Buddies lernen wir eine Menge über die amerikanische Kultur, Lebensweisen und die Geschichte hinter dem Land. Ich habe bisher schon viel Neues erfahren und freue mich auf die nächsten drei Wochen, wo noch viel mehr dazukommt.

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Von Smalltalk zu unvergesslichen Erlebnissen

Nachdem ihr in den letzten Beiträgen schon einige Einblicke in unsere Zeit hier in den USA bekommen habt, möchte ich heute ein Thema aufgreifen, das mich persönlich besonders beeindruckt: die Offenheit der Menschen und die Bedeutung von Smalltalk im Alltag.

Hey 🙂 Ich bin Mia, 21 Jahre alt und absolviere aktuell eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement in Hamburg. Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich die Möglichkeit bekommen mit 19 weiteren Azubis aus Deutschland für sechs Wochen in die USA and die Kennesaw State University mit dem Programm „Azubis USA“ der Joachim Herz Stiftung zu gehen. Hierfür bin ich sehr dankbar.

Schon in den ersten Tagen hier habe ich gemerkt, was mit Offenheit genau gemeint ist: Die Menschen sind unglaublich offen und kommen schnell mit einem ins Gespräch. Egal ob auf dem Campus, in Geschäften oder unterwegs, ein Lächeln und ein kurzer Smalltalk gehören hier ganz selbstverständlich dazu. Und genau aus solchen kleinen Gesprächen entstehen oft unerwartet richtig schöne Erlebnisse.

Ein besonders schönes Beispiel dafür war ein Tag, an dem ich am Vormittag mit vier anderen Stipendiaten einen Deutschkurs besucht habe. Vor dem Unterricht kamen wir mit der Lehrerin ins Gespräch. Sie machte uns auf ein Baseballspiel des KSU-Team aufmerksam, das am Abend auf dem Campus stattfand. Spontan haben wir uns entschieden hinzugehen und konnten so ein typisch amerikanisches Erlebnis hautnah miterleben. Genau solche ungeplanten Aktivitäten machen die Zeit hier so besonders, weil sie oft aus den einfachsten Situationen entstehen. 

Doch nicht nur solche spontanen Ausflüge bleiben in Erinnerung. Ebenso beeindruckt hat mich die große Gastfreundschaft. So wurden wir beispielsweise von zwei unserer Peer Buddies zu einem gemeinsamen Abend bei ihnen zu Hause eingeladen. Obwohl wir uns noch gar nicht lange kannten, wurden wir unglaublich herzlich aufgenommen.

Ein weiteres Highlight sind die vielen gemeinsamen Abende am Feuer. Oft besuchen uns die Peer Buddies abends im Hotel, wo wir dann gemütlich zusammensitzen, reden und lachen. An einem dieser Abende hat einer der Peer Buddies sogar zwei seiner Schildkröten mitgebracht, was definitiv ein weiteres Highlight war!

Solche Momente zeigen, wie offen die Menschen hier sind und wie selbstverständlich sie einen an ihrem Leben teilhaben lassen.

Darüber hinaus ergeben sich immer wieder spontane gemeinsame Aktivitäten. Ob zusammen essen gehen, neue Orte entdecken oder sogar an Kursen teilnehmen – vieles entsteht ganz ohne Planung. So haben wir uns beispielsweise ganz spontan in einen Mathekurs einer unserer Peer Buddies gesetzt, in dem er anderen Studierenden Nachhilfe gibt. Diese Tutorstunde mitzuerleben, war nicht nur spannend, sondern hat uns auch eine ganz neue Perspektive auf den Studienalltag hier vor Ort eröffnet.

Mein Fazit nach diesen Erfahrungen: Offenheit lohnt sich. Die Menschen hier gehen oft aktiv auf einen zu, sind interessiert und schaffen es, dass man sich schnell willkommen fühlt. Gleichzeitig wird einem dadurch bewusst, wie wichtig es ist, selbst offen zu sein und auf andere zuzugehen. Mein Tipp für zukünftige Teilnehmer: Nutzt jede Gelegenheit, um ins Gespräch zu kommen, auch wenn es anfangs vielleicht ungewohnt ist. Denn genau aus solchen kleinen Momenten entstehen oft die schönsten, lustigsten und unerwartetsten Erlebnisse.

Danke fürs Lesen und viel Glück allen zukünftigen Bewerber/innen!!!

Mia

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