Mein Alltag in den USA: Fortbewegung in Kennesaw, Georgia 🚗🇺🇸

Ein Auslandsaufenthalt in den USA bringt viele neue Erfahrungen mit sich. Dazu gehört definitiv auch das Thema Mobilität. Anders als in Deutschland ist man hier viel stärker auf das Auto angewiesen. Ich bin Lukas, 21 Jahre alt und verbringe aktuell 6 Wochen in Kennesaw, Georgia. In diesem Blog Beitrag möchte ich meine Erfahrungen rund um das Thema Fortbewegung teilen, vom Mietwagen über öffentliche Verkehrsmittel bis hin zu Uber und dem Uni-Bus (BOB).

Mietwagen

In den USA ist das Auto das wichtigste Fortbewegungsmittel. Gerade in kleineren Städten wie Kennesaw kommt man ohne Auto nur schwer von A nach B. Aus diesem Grund ist das Mieten eines Autos eine sehr beliebte Option.

Ein Mietwagen gibt einem die nötige Mobilität für: Einkaufen und Ausflüge. Spontane Trips sind jederzeit möglich. Jedoch ist das Ganze nicht ganz günstig. Neben den Mietkosten kommen oft noch Versicherungen hinzu, die in den USA extrem wichtig sind. Außerdem sollte man darauf achten, dass viele Anbieter ein Mindestalter haben oder Gebühren für Fahrer unter 25 verlangen.

Trotzdem: Wer flexibel sein möchte und vielleicht auch mal größere Strecken zurücklegen möchte, für den lohnt sich ein Mietwagen auf jeden Fall.

Öffentliche Verkehrsmittel

Im Vergleich zu Deutschland sind öffentliche Verkehrsmittel in den USA – besonders in kleineren Städten deutlich weniger ausgebaut. In Kennesaw gibt es zwar Busse, jedoch fahren diese oft unregelmäßig und sind nicht immer die praktischste Lösung für den Alltag, da man von der Bushaltestelle oft noch ein gutes Stück laufen muss.

Gerade wenn man flexibel sein möchte oder schnell irgendwo hinmuss, stößt man hier schnell an Grenzen. Für mich persönlich spielen öffentliche Verkehrsmittel außerhalb der Universität daher eher keine große Rolle.

Zu Fuß unterwegs

Wer denkt, man könnte einfach überall hinlaufen, wird in den USA schnell merken, dass es nicht so ist. Die Infrastruktur ist stark auf Autos ausgelegt, und Gehwege sind nicht immer vorhanden oder schlecht miteinander verbunden.

In meiner direkten Umgebung in Kennesaw ist es zwar möglich, kleinere Strecken zu Fuß zurückzulegen zum Beispiel zu verschiedensten Fastfood Restaurants, der nächste Supermarkt ist ca. 40 – 50 Minuten Fußweg von unserer Unterkunft entfernt. Allerdings sollte man Zeit einplanen und sich darauf einstellen, dass die Wege oft länger sind als gedacht.

Für den täglichen Einkauf ist das Laufen also nur bedingt geeignet, vor allem wenn man größere Einkäufe tätigen möchte. Trotzdem ist es eine gute Option für kurze Strecken oder wenn man einfach mal spazieren will.

Uber/Lift

Eine der einfachsten Möglichkeiten, sich in den USA fortzubewegen, ist Uber oder Lift. Die App’s sind weit verbreitet und funktioniert sehr zuverlässig. Innerhalb weniger Minuten kann man sich eine Fahrt bestellen und wird direkt vor der Unterkunft abgeholt.

Ich nutze Uber vor allem dann, wenn ich keine andere Möglichkeit habe, zum Beispiel für größere Einkäufe oder wenn ich unterwegs bin. Der große Vorteil ist die Flexibilität, denn man ist nicht an Fahrpläne gebunden und kommt bequem ans Ziel.

Allerdings können sich die Kosten schnell summieren, wenn man alleine reist, besonders wenn man Uber regelmäßig nutzt. Deshalb ist es wichtig sich in der Gruppe abzusprechen und gemeinsam zu fahren, um die Kosten zu reduzieren.

Der Uni-Bus

Zum Glück gibt es an der Universität eine sehr praktische Alternative, den sogenannten „Big Owl Bus“, kurz nennt man ihn BOB. Dieser Bus verbindet unter anderem zwei Standorte der Universität, Kennesaw und Marietta.


Da ich für meine Kurse regelmäßig zwischen diesen beiden Standorten pendeln muss, ist der BOB für mich eine super Reisemöglichkeit. Die Nutzung ist für studierende kostenlos, was ihn zu einer sehr guten Option macht.

Um zu sehen, wann der Bus fährt und wo er sich gerade befindet, nutze ich die App „PassioGo“. Damit kann ich alle Uni-Busse in Echtzeit verfolgen und meine Wege besser planen. Das spart Zeit und macht die Nutzung deutlich einfacher.

Zusätzlich bietet die Universität einmal pro Woche eine Busfahrt zum Einkaufen an. Das ist besonders praktisch, wenn man keinen eigenen Wagen hat. Alternativ kann man natürlich auch Uber nutzen, aber der Uni-Bus ist in diesem Fall die deutlich günstigere Option.

Fazit

Mein Aufenthalt in Kennesaw zeigt mir, wie unterschiedlich Mobilität in den USA im Vergleich zu Deutschland sein kann. Während man hier ohne Auto schnell an seine Grenzen stößt, gibt es dennoch einige gute Alternativen.

Der Mietwagen bietet maximale Freiheit, ist aber teuer. Öffentliche Verkehrsmittel sind nur begrenzt nutzbar, während Uber eine flexible, aber kostspielige Lösung darstellt. Besonders hilfreich ist der Uni-Bus BOB, der den Alltag deutlich erleichtert, vor allem für den Weg zwischen Kennesaw und Marietta.

Insgesamt gilt: Wer in den USA unterwegs ist, sollte sich frühzeitig Gedanken über seine Fortbewegung machen. Mit der richtigen Kombination aus verschiedenen Optionen lässt sich der Alltag aber gut meistern – und man kann seinen Aufenthalt in vollen Zügen genießen.

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USA-Erfahrung, die bleibt – Mein Einblick bei Vanderlande und darüber hinaus

Im Rahmen meines Auslandsaufenthalts durch die Joachim Herz Stiftung habe ich aktuell die Möglichkeit, sechs Wochen am College der Kennesaw State University zu verbringen. Für mich als Auszubildender zum Elektroniker für Betriebstechnik bei der DB Energie in Leipzig/Halle ist das eine einmalige Chance, für die ich sehr dankbar bin.

Ein besonderes Highlight meines Aufenthalts war der Firmenbesuch bei Vanderlande in Atlanta, Georgia. Das Unternehmen ist weltweit tätig und spezialisiert sich unter anderem auf Fördertechnik. Besonders beeindruckt hat mich dabei, wie konsequent sich Vanderlande auf sein Fachgebiet fokussiert und dieses nahezu perfektioniert hat. Genau dieser Anspruch, Dinge wirklich gut zu machen, ist etwas, das ich für meinen eigenen Weg mitnehme.

Spannend war vor allem auch die internationale Zusammenarbeit. Durch die verschiedenen Standorte weltweit spielt das Thema Zeitzonen eine große Rolle im Arbeitsalltag. Die Teams arbeiten hier sehr strukturiert: Die Kommunikation beginnt oft mit Asien, da dort der Arbeitstag früher endet, anschließend folgt Europa. Diese durchdachte Herangehensweise sorgt für effiziente Abläufe und zeigt, wie wichtig Organisation in globalen Unternehmen ist.

Auch der Umgang mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen hat mich beeindruckt. Trotz möglicher Sprachbarrieren funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut. Das liegt vor allem an einer offenen Kommunikation und dem gegenseitigen Verständnis im Team.

Generell habe ich während meines Aufenthalts die amerikanische Arbeits- und Lebenskultur als sehr offen und freundlich erlebt. Menschen gehen aktiv aufeinander zu, Gespräche entstehen schnell und man fühlt sich direkt willkommen. Diese Offenheit hat es mir leicht gemacht, mich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden und viele neue Eindrücke zu sammeln.

Ein Punkt, der mir persönlich besonders wichtig ist: Ich bin sehr dankbar, dass mir diese Erfahrung ermöglicht wurde. Ein großes Dankeschön geht an meine Berufsschule für die Unterstützung.

Besonders hervorheben möchte ich auch die Unterstützung bei der DB Energie: Mein AFK, Herr Uwe Hertz, sowie meine NGK, Frau Annekathrin Pantel, haben sich wirklich stark dafür eingesetzt, dass alles reibungslos funktioniert. Dieses Engagement weiß ich sehr zu schätzen und bin dafür sehr dankbar.

Ich kann jedem nur empfehlen, eine solche Erfahrung zu machen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ein Auslandsaufenthalt bedeutet nicht nur, fachlich dazuzulernen, sondern vor allem auch persönlich zu wachsen. Man sammelt neue Perspektiven, entwickelt sich weiter und lernt, sich auf neue Situationen einzustellen.

Was ich für mich besonders mitnehme: Es ist völlig in Ordnung, Fehler zu machen. Viel wichtiger ist, aus ihnen zu lernen und sich kontinuierlich zu verbessern. Genau dieser Prozess ist es, der einen langfristig weiterbringt – sowohl im Beruf als auch im Leben.

Abschließend kann ich sagen, dass ich sehr glücklich und dankbar bin, diese Erfahrung machen zu dürfen. Diese sechs Wochen sind für mich mehr als nur ein Auslandsaufenthalt – sie sind eine Zeit, die mich nachhaltig prägen wird.

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