Da ihr in den letzten Beiträgen bereits einige Einblicke in unsere Zeit hier in den USA bekommen habt, möchte ich heute auf die vergangenen sechs Wochen zurückblicken – und darüber reflektieren, was diese Erfahrung wirklich für mich bedeutet hat.
Hey, ich bin Lisa, ich bin 22 Jahre alt und mache meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der Peras GmbH und bin derzeit zusammen mit anderen Auszubildenden aus Deutschland Teil dieses Austauschprogramms an der Kennesaw State University. Jetzt, wo sich unsere Zeit hier langsam dem Ende zuneigt, fühlt es sich nach dem perfekten Moment an, auf alles zurückzuschauen, was wir erlebt haben.
In den letzten Wochen haben wir so viele verschiedene Seiten des Lebens in den USA kennengelernt.
Der Besuch bei Vanderlande war für mich eines der Highlights. Es war faszinierend zu sehen, wie ein globales Unternehmen hinter den Kulissen arbeitet – vor allem, wie viel Präzision, Planung und Technologie in komplexe Logistik- und Fördersysteme einfließen, über die die meisten Menschen eigentlich nie wirklich nachdenken. Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, war die starke Zusammenarbeit unter den Mitarbeitenden. Teams arbeiten eng zusammen – über verschiedene Abteilungen hinweg und sogar international. Das erfordert klare Kommunikation und ein hohes Maß an Organisation. Man konnte deutlich sehen, wie wichtig Teamwork ist, damit alles reibungslos funktioniert. Das hat mir eine völlig neue Perspektive auf die Branche gegeben und gezeigt, wie essenziell Zusammenarbeit in globalen Abläufen ist.
Doch diese Reise bestand aus weit mehr als nur Unternehmensbesuchen. Auch das Studentenleben an der Kennesaw State University hat uns viele Einblicke gegeben. Ob beim Besuch von Vorlesungen, beim Erleben der oft sehr interaktiven Gestaltung der Kurse oder einfach im Campus-Alltag – ich habe gemerkt, wie unterschiedlich Lernen und Leben hier sein kann.
Natürlich spielte auch unser Alltag außerhalb des Unterrichts eine große Rolle. Das Leben im Sonesta fühlte sich an, als hätte man für diese sechs Wochen ein Zuhause.

Von gemeinsamen Kochabenden bis hin zum gemeinsamen Sitzen an der Feuerstelle schufen diese Momente ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Vor allem die Zeit, die wir mit den anderen Azubis und den Peerbuddys verbracht haben – sei es spontane Aktivitäten, Spielabende oder einfach nur zusammen Sitzen – machte diese Erfahrung wirklich besonders.

Eine andere Sache, die mir aufgefallen ist, ist, wie viel spontan hier passiert. Pläne kommen oft in letzter Minute auf – essen gehen, an Veranstaltungen teilnehmen oder etwas völlig Neues ausprobieren. Diese ungeplanten Momente erwiesen sich oft als die schönsten.

Wir haben auch verschiedene Ansätze für Innovation und Wachstum gesehen, zum Beispiel im Hatchbridge Incubator und in der KSU Field Station. Es war interessant zu sehen, wie Ideen zu realen Unternehmen entwickelt werden, während gleichzeitig völlig unterschiedliche Konzepte – wie nachhaltige Landwirtschaft – erforscht werden. Obwohl diese Orte sehr unterschiedlich sind, haben sie beide gezeigt, wie wichtig Kreativität, Struktur und Anpassungsfähigkeit sind.

Wenn ich zurückblicke, merke ich, wie sehr ich in diesen sechs Wochen gewachsen bin. Am Anfang fühlte sich alles neu und ungewohnt an. Aber mit der Zeit wurde ich offener, selbstbewusster und wohler, wenn ich meine Komfortzone verlassen würde. Ob es darum ging, Gespräche zu beginnen, sich an eine neue Umgebung anzupassen oder einfach nur neue Dinge auszuprobieren – diese Erfahrung hat mich auf die bestmögliche Weise herausgefordert.

Mein Hinweis: Es sind oft die kleinen Momente, die am wichtigsten sind. Die Gespräche, die geteilten Erfahrungen, die unerwarteten Situationen – das sind die Dinge, die bei dir bleiben

Danke fürs Lesen und viel Glück an alle zukünftigen Teilnehmer!
