Networking – Türen öffnen durch Kontakte

Moin, mein Name ist Jason, ich bin 20 Jahre alt und komme aus Hamburg. Aktuell mache ich eine Ausbildung zum Mechatroniker und befinde mich im dritten Lehrjahr. Während meines Aufenthalts in den USA, der durch das Stipendienprogramm der Joachim Herz Stiftung ermöglicht wurde, ist mir ein Thema besonders aufgefallen, über das ich vorher ehrlich gesagt noch nicht so viel nachgedacht habe: Networking.

Aufgrund der Empfehlung von Alumni aus dem letzten Jahr habe ich mir vor der Reise LinkedIn heruntergeladen, um mich auch beruflich besser vernetzen zu können. Am Anfang war es für mich eher eine App, bei der man ein Profil erstellt und vielleicht ein paar Kontakte hinzufügt. Doch mit der Zeit habe ich gemerkt, dass Networking deutlich mehr bedeutet als nur online mit Menschen verbunden zu sein.

Besonders aufgefallen ist mir, wie offen viele Menschen hier mit dem Thema Networking umgehen. Es wirkt ganz normal, sich mit anderen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und auch beruflich miteinander in Verbindung zu bleiben. Man merkt schnell, dass viele Menschen bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen, Fragen zu beantworten oder einen mit anderen Personen bekannt zu machen.

Auch der Kontakt zu Lehrkräften und Professoren war für mich ungewohnt offen. Viele haben angeboten, ihre Telefonnummer weiterzugeben und auch über WhatsApp erreichbar zu sein. Das kannte ich aus Deutschland in dieser Form gar nicht. Für mich hat das gezeigt, dass Networking nicht immer nur über offizielle Wege oder Plattformen wie LinkedIn laufen muss, sondern auch durch einfache, direkte Kommunikation entstehen kann.

Ein besonders persönliches Beispiel dafür war die Einladung unserer Professorin. Sie hat uns nicht nur zur Kirche eingeladen, sondern anschließend auch zum Essen und danach sogar noch zu sich nach Hause. Für mich war das etwas Besonderes, weil dadurch nicht nur ein fachlicher Kontakt entstanden ist, sondern auch ein sehr menschlicher und persönlicher Austausch. Genau solche Momente zeigen, dass Networking nicht immer geplant oder offiziell sein muss. Manchmal entsteht es einfach dadurch, dass Menschen offen aufeinander zugehen und sich gegenseitig Einblicke in ihr Leben geben.

Für mich war das eine wichtige Erkenntnis: Jeder Kontakt kann eine neue Tür öffnen. Manchmal ist es nicht nur das Gespräch selbst, das wichtig ist, sondern auch das, was daraus entstehen kann. Eine Person kennt vielleicht jemanden in einer Firma, eine andere Person kann von ihren eigenen Erfahrungen berichten oder einem einen neuen Blickwinkel geben. Dadurch entstehen Möglichkeiten, die man alleine vielleicht gar nicht gesehen hätte.

Gerade als Auszubildender finde ich das sehr interessant. In der Ausbildung lernt man viel Fachliches, arbeitet praktisch und sammelt Erfahrung im Betrieb. Aber durch Networking kann man zusätzlich verstehen, wie andere Menschen arbeiten, welche Wege sie gegangen sind und welche Möglichkeiten es außerhalb des eigenen Umfelds gibt. Das kann helfen, die eigene berufliche Zukunft besser einzuschätzen und neue Ideen zu entwickeln.

LinkedIn hat mir dabei gezeigt, wie einfach es sein kann, den ersten Schritt zu machen. Man kann Menschen hinzufügen, mit denen man gesprochen hat, und so auch nach einem Treffen in Kontakt bleiben. Dadurch gehen Kontakte nicht direkt wieder verloren. Besonders bei einem internationalen Austausch ist das sehr wertvoll, weil man Menschen aus einem anderen Land, einer anderen Kultur und mit anderen beruflichen Erfahrungen kennenlernt.

Natürlich bedeutet Networking nicht, dass man jemanden nur kontaktiert, weil man sofort etwas von der Person möchte. Für mich geht es eher darum, ehrlich interessiert zu sein, Fragen zu stellen und offen für neue Gespräche zu bleiben. Ein gutes Netzwerk entsteht nicht an einem Tag, sondern wächst mit der Zeit.

Mein Fazit ist, dass Networking ein wichtiger Teil der beruflichen Entwicklung sein kann. Es geht darum, Verbindungen aufzubauen, voneinander zu lernen und Chancen zu erkennen. Oft öffnet eine Person eine Tür, die man selbst vielleicht gar nicht gefunden hätte. Genau das habe ich durch meine Erfahrungen mit LinkedIn, WhatsApp und den offenen Gesprächen während meines Aufenthalts besser verstanden.

Für die Zukunft möchte ich diese Offenheit beibehalten und weiterhin Kontakte pflegen. Denn man weiß nie, welche Möglichkeiten sich durch ein Gespräch oder eine neue Verbindung ergeben können.

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Sechs Wochen USA – Mehr als nur ein Austausch

Da ihr in den letzten Beiträgen bereits einige Einblicke in unsere Zeit hier in den USA bekommen habt, möchte ich heute auf die vergangenen sechs Wochen zurückblicken – und darüber reflektieren, was diese Erfahrung wirklich für mich bedeutet hat.

Hey, ich bin Lisa, ich bin 22 Jahre alt und derzeit zusammen mit anderen Auszubildenden aus Deutschland Teil dieses Austauschprogramms an der Kennesaw State University. Jetzt, wo sich unsere Zeit hier langsam dem Ende zuneigt, fühlt es sich nach dem perfekten Moment an, auf alles zurückzuschauen, was wir erlebt haben.

In den letzten Wochen haben wir so viele verschiedene Seiten des Lebens in den USA kennengelernt.
Der Besuch bei Vanderlande war für mich eines der Highlights. Es war faszinierend zu sehen, wie ein globales Unternehmen hinter den Kulissen arbeitet – vor allem, wie viel Präzision, Planung und Technologie in komplexe Logistik- und Fördersysteme einfließen, über die die meisten Menschen eigentlich nie wirklich nachdenken. Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, war die starke Zusammenarbeit unter den Mitarbeitenden. Teams arbeiten eng zusammen – über verschiedene Abteilungen hinweg und sogar international. Das erfordert klare Kommunikation und ein hohes Maß an Organisation. Man konnte deutlich sehen, wie wichtig Teamwork ist, damit alles reibungslos funktioniert. Das hat mir eine völlig neue Perspektive auf die Branche gegeben und gezeigt, wie essenziell Zusammenarbeit in globalen Abläufen ist.

Doch diese Reise bestand aus weit mehr als nur Unternehmensbesuchen. Auch das Studentenleben an der Kennesaw State University hat uns viele Einblicke gegeben. Ob beim Besuch von Vorlesungen, beim Erleben der oft sehr interaktiven Gestaltung der Kurse oder einfach im Campus-Alltag – ich habe gemerkt, wie unterschiedlich Lernen und Leben hier sein kann.

Natürlich spielte auch unser Alltag außerhalb des Unterrichts eine große Rolle. Das Leben im Sonesta fühlte sich an, als hätte man für diese sechs Wochen ein Zuhause.

Von gemeinsamen Kochabenden bis hin zum gemeinsamen Sitzen an der Feuerstelle schufen diese Momente ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Vor allem die Zeit, die wir mit den anderen Azubis und den Peerbuddys verbracht haben – sei es spontane Aktivitäten, Spielabende oder einfach nur zusammen Sitzen – machte diese Erfahrung wirklich besonders.

Eine andere Sache, die mir aufgefallen ist, ist, wie viel spontan hier passiert. Pläne kommen oft in letzter Minute auf – essen gehen, an Veranstaltungen teilnehmen oder etwas völlig Neues ausprobieren. Diese ungeplanten Momente erwiesen sich oft als die schönsten.

Wir haben auch verschiedene Ansätze für Innovation und Wachstum gesehen, zum Beispiel im Hatchbridge Incubator und in der KSU Field Station. Es war interessant zu sehen, wie Ideen zu realen Unternehmen entwickelt werden, während gleichzeitig völlig unterschiedliche Konzepte – wie nachhaltige Landwirtschaft – erforscht werden. Obwohl diese Orte sehr unterschiedlich sind, haben sie beide gezeigt, wie wichtig Kreativität, Struktur und Anpassungsfähigkeit sind.

Wenn ich zurückblicke, merke ich, wie sehr ich in diesen sechs Wochen gewachsen bin. Am Anfang fühlte sich alles neu und ungewohnt an. Aber mit der Zeit wurde ich offener, selbstbewusster und wohler, wenn ich meine Komfortzone verlassen würde. Ob es darum ging, Gespräche zu beginnen, sich an eine neue Umgebung anzupassen oder einfach nur neue Dinge auszuprobieren – diese Erfahrung hat mich auf die bestmögliche Weise herausgefordert.

Mein Hinweis: Es sind oft die kleinen Momente, die am wichtigsten sind. Die Gespräche, die geteilten Erfahrungen, die unerwarteten Situationen – das sind die Dinge, die bei dir bleiben.

Danke fürs Lesen und viel Glück an alle zukünftigen Teilnehmer!

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