Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss!

Kaum zu glauben, aber nun sind wundervolle 10 Wochen um und wir sind wieder zuhause, im Gepäck hatten wir wunderschöne Erinnerungen und viele wundervolle Bekanntschaften. Savannah wurde, für viele von uns, ein zweites Zuhause. Daran sind auch maßgeblich die Gastfirmen beteiligt. Ich habe mein Praktikum bei der Coastal Logistics Group (CLG) absolviert, welches ein Logistikdienstleister ist, der sich auf Lagerhaltung, Projektfrachtmanagement, Verpackung, Papierlogistik und kundenspezifische Lösungen spezialisiert hat. Bereits an meinem ersten Tag wurde ich herzlich in der Firma und den jeweiligen Abteilungen begrüßt. Gestartet bin ich dann im Vertrieb und hatte dort die Möglichkeit eigenständig Angebote zu erstellen und mit dem Kunden aktiv in den Kontakt zu treten. In meiner ersten Woche hatte ich auch direkt die Möglichkeit mit dem General Manager nach Charleston zu fahren, um das dortige Lager zu begutachten. Während meines Praktikums durfte ich des Öfteren mit nach Charleston und hatte so auch die Möglichkeit die einzelnen Lagerhäuser zu vergleichen, die in Summe sechs sind. In meiner zweiten Woche wurde ich im Kundenservice eingesetzt und hatte dort die Möglichkeit eigenständig Aufträge anzunehmen und diese zu organisieren, was dem Operativen entspricht. Durch meine Erfahrungen im Bereich der Schienenlogistik konnte ich schnell ein Verständnis entwickeln, wie die einzelnen Transportketten ablaufen und wo CLG zum Einsatz kommt. Nach der Collegewoche, die definitiv mein Verständnis im Bereich von Logisticsmanagement verstärkt hat, ging es für mich wieder in den Kundenservice.

Innerhalb dieser Zeit hatte ich verstärkt auch die Möglichkeit die Abrechnungsprozesse für einen Großkunden eigenständig zu übernehmen und für jenen Kunden auch die Inventur zu übernehmen. Die Mischung aus Büro und Lagerhaus war für mich vorerst unbekannt, brachte mir aber sehr viel Spaß, so kam es dazu, dass ich die Möglichkeit hatte die Ware direkt anzunehmen und diese planungsmäßig im Lager verteilen ließ. Nachdem ich mich in der Rolle des Kundenservicemitarbeiter sicher fühlte hatte ich die Möglichkeit für die Rest meiner Zeit die komplette Urlaubsvertretung für einen Kollegen zu übernehmen, was mir unglaublichen Spaß gemacht hat und mir mehr Selbstvertrauen in dieser Rolle gegeben hat. Aus Kollegen wurden Freunde, was den Abschied definitiv schwieriger gemacht hat.

Im Lagerhaus meiner Gastfirma

Nicht nur der Abschied von meinen Kollegen ist mir sehr schwer gefallen, sondern auch der von meiner Gastfamilie, die jetzt für Louisa und mich unsere zweite Familie ist. Zusammen haben wir so viel erlebt und unglaublich viel Spaß gehabt. Unser erster Ausflug ging in die Berge nach North Carolina, wo wir uns ein Footballspiel angeschaut haben, totally American! Nach weiteren Ausflügen nach Florida wurde uns zu ehren eine Art Prethanksgiving gefeiert, damit wir auch die komplette amerikanische Erfahrung hatten. Ein Tag voller Essen und Spaß mit der Familie bleibt auf jeden Fall unvergessen für uns.

Nicht nur das sondern auch das amerikanische Halloween ist unglaublich aufregend: Kostümwettbewerbe im Büro, Tonnen von Süßigkeiten und ausgefallene Dekoration machten den ganzen Oktober spannend. Am 1. November ging es dann aber direkt mit dem Weihnachtsfieber los, überall Weihnachtsmusik und die passende Dekoration ließen den Oktober komplett vergessen.

Neben der Arbeit haben wir auch innerhalb der Woche versucht einiges zu unternehmen, neben einigen Sporteinheiten, sind Antonia und ich spontan des Öfteren nach Hilton Head Island gefahren. Hilton Head Island ist eine Stunde von Savannah entfernt und eine Art Sylt von South Carolina, wo sich unter anderem die Schönen und Reichen treffen und zwei deutsche Praktikantinnen. Wunderschöne Sonnenuntergänge und lustige Abendessen machten diesen Ort für uns unvergesslich.

In meiner letzten Woche ging es für mich noch ein letztes Mal nach Charleston, wo auch ein Thanksgiving-Lunch stattfand. Die 2 Stunden Fahrt durfte ich mit dem Jeep meines Chefs überwältigen, der doch relativ entspannt auf dem Beifahrersitz saß. An meinem letzten Tag habe ich, auf Wunsch des Managements, eine Präsentation über mein Praktikum, meine deutsche Ausbildungsfirma und meine Erfahrungen und Unterschiede zu Deutschland gehalten. Meine anfängliche Nervosität war total unberechtigt, denn das Managementteam war komplett zufrieden und Zitat „beeindruckt von mir“. Was mich äußerst stolz macht, wenn man bedenkt, dass ich mit knapp zwei Jahren Berufserfahrung definitiv weniger Erfahrung habe als sie: Ein hoch auf das deutsche Ausbildungssystem. Nach meiner Präsentation ging es dann wieder direkt an den Schreibtisch. Als ich dann nach einiger Zeit im Lager war bekam ich den Anruf, dass ich schnell ins Büro kommen sollte: All meine Kollegen standen mit einer Torte und einem kleinen Geschenk im Besprechungsraum und wollten sich gebührend von mir verabschieden!

Abschiedskarte meiner Kollegen

Samstags um 08:00 Uhr morgens ging es dann auch direkt zum Flughafen, wo wir um 10:00 Uhr unseren Flug nach Atlanta antreten sollten. Nach einem tränenreichen und emotionalen Abschied sind wir dann auch final durch die Sicherheitskontrolle. Die drei Flüge, die wir bestritten haben, gingen äußerst schnell um, sodass wir am Sonntag gegen 11:00 Uhr dann auch schon unsere Eltern in die Arme nehmen konnten. Nach den traditionellen deutschen Essen meiner Mutter war es schön Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen und sich bis Mittwoch zu akklimatisieren, bevor es am Mittwoch wieder an die Arbeit ging. Vielen lieben Dank an die Joachim Herz Stiftung und ein großes Dankeschön an Iris Schultz, die uns dieses Abenteuer ermöglicht haben. Serena

PS: Es ist nichts vom Jetlag zu spüren.

Hilton Head Island nach der Arbeit mit Antonia
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Mein Praktikum bei John S. James

Unser großes Abenteuer neigt sich bereits dem Ende zu und ich kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit verflogen ist. Wir haben eine Menge gelernt, neue Erfahrungen gemacht und neue Leute getroffen. Wir werden eine Menge mit nach Deutschland zurücknehmen, sowohl neues Wissen als auch neue Anziehsachen… es stellte sich nämlich heraus, dass man hier noch besser einkaufen kann, als alle sagten, vor allem im Outlet in Savannah waren wir Mädels mehr als ein Mal. 

Während wir in unserer Freizeit also die Gegend erkundet und dabei das ein oder andere Erinnerungsstück ergattert haben, haben wir bei der Arbeit viel neues gelernt.

Ich habe mein Praktikum bei John S. James Co. gemacht, einer Spedition und Zollagentur. Ich war hier in drei verschiedenen Abteilungen, Account Executive, Import und Export. Die Account Executive Abteilung ist das Bindeglied zwischen der Raten- und der Salesabteilung und kommuniziert mit Kunden, löst deren Probleme bezüglich Raten und sendet die Ratenangebote an die Kunden. Es war super interessant in dieser Abteilung, ich habe unglaublich viel gelernt und hatte sehr intressante Gespräche mit meinem Abteilungsleiter. Außerdem hatte ich mein eigenes Projekt, hierbei habe ich eine Excel-Tabelle erstellt, in der alle Güterzugterminals der USA aufgelistet sind. Ich habe bei verschiedenen Reedern angerufen, um herauszufinden, von welchem Entladehafen sie welches Eisenbahnterminal in einer Stadt anfahren. Da zum Beispiel Chicago 13 verschiedene Terminals hat, macht es für den Nachlauf preisliche Unterschiede, wo der Container von der Bahn entladen wird. Im Zuge dieses Projekts habe ich mein Englisch am Telefon deutlich verbessert, mit meinem Vorgesetzten über mögliche Ausführungen diskutiert und durch das genaue Betrachten der Städte und Bundesstaaten einen besseren Überblick über die USA erhalten.

Als zweite Abteilung war ich im Import eingeplant, hier habe ich gelernt, wie man ISF filings erstellt. Es bedeutet Importer Security Filing und ist ein Dokument, welches man elektronisch an den Zoll übermittelt. In diesem Dokument sind Daten wie Versender, Empfänger, Wareninhalt, Gewicht etc. enthalten. Außerdem habe ich viel über Foreign Trade Zones gelernt, da einige Mitarbeiter diese für einen großen Automobilhersteller verwalten. Eine Foreign-Trade Zone ist ein Bereich in den USA, wo große Firmen Teile unverzollt einführen, weiterverarbeiten und dann verarbeitet wieder ausführen können. Dieses Modell kannte ich bisher nicht, daher war es für mich sehr interessant zu sehen. Ein anderer Kollege hat mir gezeigt, wie er die Abrechnung an einen ebenfalls großen Automobilhersteller macht und ich habe ihm dabei geholfen. 

Zwischendurch waren immer wieder spannende Events, wie die monatlichen Customs Broker Meetings oder der Besuch eines Sammelgutspediteurs. Außerdem habe ich gemeinsam mit meinem Kollegen die Niederlassung in Charleston besucht und dort die Mitarbeiter kennengelernt. Da hier das Ratenteam sitzt, war es nett, die Mitarbeiter mal persönlich kennenzulernen. 

In der letzten Abteilung, dem Export, habe ich vieles gemacht, was ich aus Deutschland kannte, wie Akten im System und in Papierform anlegen, Bill of Ladings schreiben oder abrechnen. 

In meiner Gastfamilie habe ich mich sehr wohlgefühlt, meine Gasteltern haben mich von Anfang an integriert und die drei Kinder waren wie kleine Geschwister für mich. Wir haben gemeinsame Ausflüge gemacht, haben Halloween gefeiert und für Weihnachten geschmückt. Außerdem waren wir ein Wochenende zusammen in den Bergen in Georgia, wo wir gewandert sind und Wasserfälle gesehen haben. Meine Gastmutter hat täglich sehr gesund gekocht, was hier keine Selbstverständlichkeit ist und was ich sehr zu schätzen wusste. 

Zudem war ich in Miami, New York und in North Carolina, alles war sehr unterschiedlich und ich habe viel sehen können. Auch in der Umgebung von Savannah kann man viel machen, wir waren an verschiedenen Stränden wie Jekyll Island, Hilton Head und St. Simons. Alle Strände sind mit dem Auto binnen einer Stunde erreichbar.

Stichwort Auto, ich habe festgestellt, wie flexibel man doch in Deutschland und vor allem in den Großstädten durch die gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmittel ist. In den USA, vor allem in den kleineren Städten, geht ohne Auto nicht so viel. Ich bin mit meiner Gastmutter jeden Tag 45 Minuten mit dem Auto zur Arbeit gefahren und war daher sehr an sie gebunden. Wenn ich nach der Arbeit etwas vorhatte, hat meine Gastfamilie versucht zu arrangieren, dass wir mit beiden Autos zur Arbeit fahren können. Das war für mich in Deutschland undenkbar, daich dort fast nur Bahn fahre.

Es gab also einige Unterschiede, an die ich mich erst gewöhne musste wie das Essen, das viele Autofahren etc aber ich habe mich sehr schnell eingewöhnt und würde durchaus noch länger bleiben wollen. Für mich ist klar, dass ich nächstes Jahr wiederkommen und meine Gastfamilie besuchen möchte.

Insgesamt war es ein tolles Praktikum, wo ich viel gelernt und sehr nette Leute kennengelernt habe! Ich habe auch einiges über mich erfahren, und auch wenn ich nie an diese „Selbstfindung im Ausland“ geglaubt habe, stimmt es doch. Ich bin sehr dankbar, diese Erfahrung machen zu dürfen.

Ich kann jedem nur raten, das Programm mitzumachen, wenn man die Möglichkeit dazu hat!

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Begleitung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier nach Boston, Massachusetts, USA

Vom 30.10.2019 bis zum 02.11.2019 durfte ich den Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender auf seiner Reise nach Boston begleiten. Als Teil der Delegation, durfte ich unter anderem mit einem A321 der deutschen Luftwaffe fliegen, in einem 5 Sterne Delegationshotel schlafen, an sämtlichen Terminen des Präsidenten teilnehmen, in Polizeieskorte und Fahrzeugkolonne mitfahren sowie das Boston Symphony Orchestra mit den Leipziger Symphonikern besuchen. 

Vor dem A321 der deutschen Luftwaffe, der „German Air Force One“ auf dem Flughafen Berlin Tegel, Militärteil

Im Zuge des Partnerschaftsjahres zwischen Deutschland und der USA „wunderbar together“, flog der Bundespräsident Ende Oktober in die USA, um dieses zu beenden. Für dieses Ereignis wollte er Azubis dabeihaben, die kürzlich selbst transatlantische Erfahrung in den USA gemacht haben. Sodann kam dieser auf die Joachim Herz Stiftung zu und diese schlug einige ihrer Alumni vor, woraufhin Simone Mayer und ich vom Bundespräsidialamt ausgewählt wurden.

Leider erhielt diese aufgrund von organisatorischen Fehlern auf dem Postweg ihr Visum nicht rechtzeitig und konnte folglich nicht mitfliegen. (An dieser Stelle: Es tut mir wahnsinnig leid für dich und ich hätte dich wirklich gerne dabei gehabt!!)

Ein Highlight der Reise kann man eigentlich nicht wirklich definieren, da die Reise an sich einfach eine wahnsinnige Erfahrung, unglaubliche Eindrücke und wirklich interessante Gespräche mit inspirierenden Persönlichkeiten war.

Mit dem Bundespräsidenten habe ich auch einige Male gesprochen, unter anderem mit drei anderen Jugendlichen des PP Programms, in der „German Air Force One“ in seiner Privatkabine im Flugzeug.

Mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender sowie anderen Jugendlichen, die Teil der Delegation waren. ©Guido Bergmann

Er und seine Frau, waren unglaublich nahbar, bodenständig und waren ernsthaft interessiert daran, was wir über unsere Eindrücke und Erfahrungen in der USA zu sagen hatten, wie wir die Politik und die Menschen dort wahrgenommen haben und was wir, insbesondere ich als Azubi, über die duale Ausbildung in Deutschland im Vergleich zur USA zu sagen hatte.

Los gings vom Flughafen Tegel, Militärteil am Mittwoch, nachmittags mit einem A321 der deutschen Luftwaffe. Ich wurde wirklich von jedem sehr herzlich empfangen, begrüßt und war für die Reise nicht wirklich der „Industriemechaniker Azubi“, sondern eher Teil der Delegation – und genauso wurde ich auch behandelt. (Obwohl man sich natürlich schon bei jedem vorgestellt hat, was man beruflich macht und auch den Grund genannt hat, warum man auf der Reise dabei war)

So kam man schon vor dem Abflug mit Menschen zusammen, die man sonst nur aus den Medien kennt, wie den Vorstandsvorsitzenden der Otto Group oder dem Geschäftsführer aller weltweiten Goethe Institute.

„All passengers on board – boarding completed” und “Herzlich Willkommen Herr Steinmeier und Frau Büdenbender, Delegation und alle Mitreisenden, wir wünschen Ihnen einen angenehmen Flug nach Boston, nächster Zwischenstopp: Island Rekjavik“ – so wurde man im Flugzeug in etwa begrüßt und schon drückte es mich in die bequemen Ledersessel des geräumigen Flugzeugs, als wir um Punkt 17:00 in Berlin abhoben.

Wir wurden nach dem Tankstopp und guten 8 Stunden Flug von dem „Lichtermeer“ Boston und einer Fahrzeugkolonne, mit schwarz getönten Scheiben und einem großen Polizeiaufgebot begrüßt und zum Hotel eskortiert.

Landung in Boston

Ankunft und Nacht im 5 Sterne InterContinental Hotel waren wirklich sehr angenehm und beeindruckend.

Der nächste Tag, war geprägt von etlichen Terminen, an denen ich teilnehmen durfte. Den ersten Tag beginnend mit einer Diskussion über „Populism & Polarisation – Challenges on both sides of the Atlantic“ sowie eine anschließende Besichtigung des Wohnhauses von Walter Gropius, dem Gründer des Bauhauses.

Am Abend wurde das „Deutschlandjahr abgeschlossen und das „Goethe Instituts Boston“ wiederöffnet. Hier hielt der Bundespräsident eine sehr gute Rede über die transatlantische Beziehungen zwischen Deutschland und der USA, die lange Historie, die die beiden Länder verbindet und, dass er trotz all der täglichen „Tweets und Tiraden“ mehr Verbindendes, also mehr „wunderbar together“ sieht, als Trennendes.

Er beendete seine Rede mit den Worten: „So: If we still believe in the great task of democracy, we should still believe in this transatlantic partnership.“ – „I do.“ (~Frank-Walter Steinmeier)

Abgerundet hat den Tag ein Besuch des „Boston Symphony Orchestra“ mit dem „Leipziger Gewandhausorchester“.

Im Symphony Orchestra mit dem Leipziger Gewandhausorchester

Auch der nächste Tag lies keine Lücke im Terminkalender, denn er begann in der „Harvard Law School“, mit einer Diskussion über „Ethik in der Digitalisierung“, welche der Bundespräsident auch Großteils geführt hatte, und ich überaus spannend fand.

Der nächste Programm Punkt war auch ein persönliches Highlight, als ich mit Frau Büdenbender und den Initiatoren der dort ansässigen Gruppe „Youth Lead the Change“ zu Mittag aß.

Die Initiative „YLC“ überträgt jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 22 Jahren die Verantwortung über jährlich eine Mio. USD des kommunalen Haushalts, um Ihnen ein Mitspracherecht bei der Allokation von öffentlichen Gelder zu geben. Damit können sie Projekte wie die Erneuerung von Spielplätzen oder die Installation von Solarzellen auf öffentlichen Gebäuden finanzieren.

Das war deshalb so interessant für mich, weil es nach einem anschließenden Gespräch mit Frau Büdenbender und ihrer Referentin, Überlegungen gab, auch ein solches Pilotprojekt in Deutschland mit zu initiieren.

Boston

Nach einem Firmen Besuch der Firma „Merck Millipore“ ging es wieder in Eskorte zurück zum Flughafen, von welchen wir am Spätnachmittag abhoben. Nach einem entspannten Flug und einem erneuten Tankstopp in Island, landeten wir um 6:40 Uhr, im noch schlafenden, in der Dunkelheit liegenden Berlin.

Teilweise kam mir die Reise echt wie ein Traum vor, gefühlt so lang und doch so kurz, ganz weit weg und doch so nah, so unrealistisch und doch so wirklich.

Oft musste ich mich kneifen, um zu überprüfen, ob das gerade wirklich passiert. 😉

So vieles nehme ich aus dieser Reise mit, seien es die Momente, die Kontakte oder die Eindrücke, aus einer mir – bis dato – unbekannten Welt.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an die Joachim Herz Stiftung, insbesondere an Cornélie & Yulia!

Außerdem an das Bundespräsidialamt, meinen Ausbildungsbetrieb, der Krones AG. sowie meiner Berufsschule in Bad Aibling.

Viele Grüße, Martin 🙂

PS: Einige Termine kürzte ich ein wenig/ lies ich weg, da es sonst ein wenig den Rahmen gesprengt hätte 😉

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Dornier Medtech USA, Kennesaw

Nierensteine, Laser und Schockwellen

Mittlerweile kann man sagen, dass ich mich sehr gut in das amerikanische Leben eingefunden habe und ich weiterhin mein Praktikum bei Dornier Medtech genieße.

Diese Woche durfte ich beim Town Hall Meeting dabei sein und mir interessante Vorträge von den verschiedenen Abteilungen anhören. Anschliessend wurden einzelne Mitarbeiter für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Eine Praxis die mir so noch nicht geläufig war und für eine sehr gute amerikanische Unternehmenskultur spricht.

Mein eigener „Cubicle“

Zu meinen anfänglichen Aufgaben gehörten die allgemeine Verbesserung der Arbeitsablaufe im Lager anhand Lean Methoden. In dem Lager werden alles mögliche an Ersatzteilen für Dornier Produkte bis hin zu fertigen Maschinen für die medizinische Anwendung gelagert. Bei Problemen mit Nierensteinen bietet Dornier hierfür technisch äußerst interessante Lösungen an, bei der entweder die Nierensteine mit einem Laser zerschossen werden oder komplett extern durch Schockwellen zertrümmert werden.

Ein Dornier Delta III (Nierensteinzerstörer per Druckwelle)

Eine Herausforderung des Lagers bei Dornier ist es der wachsenden Produktion und Nachfrage standzuhalten und die Kapazitäten voll auszunutzen .

Anders ausgedrückt: Wir brauchen mehr Platz. Um mehr Platz zu schaffen haben wir uns überlegt, das Lager in Lagerzonen nach Artikelgröße zu unterteilen und die Artikel so weit wie möglich zu verdichten. Uns ist es so gelungen bereits 15% des genutzten Lagerbereichs zu eröffnen. Anschließend ist geplant die leergeräumten Fachbodenregale durch größere Palettenregale zu ersetzen.

Ich hoffe, dass wir in meiner kurzen verbleibenden Zeit dieses Projekt noch zufriedenstellend abschliessen können.

Leergeräumtes Fachbodenregal

Wertvolle Erfahrungen habe ich außerdem im Umgang mit Datenbanken und verschiedener Software gemacht. Dazu gehören die ERP Software CloudSuite Industrial und Microsoft Power BI.

Beim Wareneingangsprozess habe ich Verbesserungsmöglichkeiten gesehen und wurde beauftragt den aktuellen Prozess in einer Flowchart darzustellen und mit dem Verbesserungsvorschlag zu vergleichen. Wir erhoffen uns dadurch ein Zeitersparnis von bis zu 30% beim Wareneingang.

See Rock City

Besonders spannend wurde es für mich dieses Wochenende als es nach Chattanooga, Tennessee ging.

Meiner Gastfamilie hatte ich erzählt, dass Hamburg und Umgebung besonders flach ist und ich deswegen gerne Berge und die Landschaft hier sehen möchte.

Ruby Falls und Rock City Gardens auf dem Lookout Mountain haben sich da besonders angeboten.

Ruby Falls ist eine Höhlensystem an deren Ende ein unterirdischer Wasserfall wartet. Zunächst ging es mit einem Fahrstuhl etwa 340 Meter unter die Erdoberfläche und nach einer etwa halben Stunde Höhlen Tour sind wir endlich an dem Wasserfall angelangt. Der Wasserfall wurde von seinem Entdecker nach seiner Frau benannt- Ruby

Gastvater Mike und ich vor dem Wasserfall

Anschließend ging es weiter auf dem Lookout Mountain zu Rock City von deren Klippe man sieben umliegende Staaten sehen kann. Bekannt waren diese beiden Attraktionen durch die zahlreichen Werbungen an Scheunen die an der Interstate 75 Richtung Chattanooga angebracht waren. Heutzutage wurden diese durch Werbetafeln ersetzt.

Scheune die der bekannten Werbungen nachempfunden ist
Mike und ich vor dem „Lovers Leap“ von dem man die sieben Staaten aus sehen kann.

Ich hatte eine sehr schöne Zeit und bedanke mich besonders bei meiner Gastfamilie, die alles dafür tut, damit ich ein unvergessliches Erlebnis hier in den USA erfahre.

Ich hoffe, dass bis zum Ende alles weiterhin so gut läuft und ich noch mehr tolle Erfahrungen mit nach Hause nehmen kann.

Viele Grüße und bis bald,

Marco

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Meine Praktikumszeit – gleiches Unternehmen – anderes Land

Nun ist bereits die längste Zeit meines Praktikums vorbei und die Abreise rückt immer näher. Ich habe das Glück, mein Praktikum bei der Firma Expeditors International zu absolvieren, da ich bei dieser ebenfalls meine Ausbildung mache – nur in Hamburg. Das Unternehmen wurde 1979 in Seattle gegründet und ist weltweit tätig.
Ich habe seitdem so viele Erfahrungen sammeln können, sei es privat, als auch beruflich. Meine Firma nimmt sich viel Zeit, mir zu zeigen, wie Logistik in Amerika funktioniert und gehandhabt wird. So habe ich beispielsweise ein eigenes Projekt erhalten und durfte allgemein viel eigenständig bearbeiten.

Mein Ausblick aus dem Büro

In den ersten Wochen war ich hauptsächlich in der Zollabteilung und habe dort viel ausgeholfen, weil ich gerade mitten in der Peak Season da war und somit ziemlich viel zu tun war. Also habe ich täglich Zollanträge selber eingereicht und wichtige Zolldokumente gescannt und angefragt.

In den nächsten beiden Wochen war ich im Air und Ocean Import und durfte sogar als Urlaubsvertretung einspringen und einige Aufgaben selber bearbeiten. Dazu gehörte die Übergabe an Zollagenten, das Loggen von Akten und das Schreiben von Lieferscheinen. Die nächsten Wochen werde ich noch meine letzte Abteilung kennen lernen, worauf ich schon sehr gespannt bin. Ich bin sehr froh, dass ich auch hier die Möglichkeit habe, in verschiedene Abteilungen reinzuschnuppern.

Viele aus meinem Unternehmen haben noch nie etwas von unserem Ausbildungssystem gehört und waren sehr interessiert daran. Die Menschen hier sind alle viel aufgeschlossener als in Deutschland. So bin ich oft mit meinen Arbeitskollegen zu Mittag gegangen und habe interessante Gespräche geführt. Auch in Teamevents wurde ich einbezogen und war beispielsweise bei einem Escape-Room-Event dabei.

An Halloween hat sich das gesamte Team in der Firma verkleidet und es fand ein Kostüm-Wettbewerb statt. Es war ziemlich interessant, Halloween hier zu verbringen und deren Traditionen kennen zulernen.

Marco, Ich, Samantha, KC, Cobey, Stephanie, Nicollette, Calley

In der Woche vom 07.10 – 11.10., war die ganze Azubi-Gruppe auf der Georgia-Tech-University. Auch dieses war sehr informativ und lehrreich. Unser Lehrer G’Sean hat den Unterricht sehr interessant gestaltet. Am letzten Tag haben wir dann alle den Kurs mit unseren Zertifikaten verlassen können. Dies hat noch einmal mehr unser theoretisches Wissen erweitert, bevor wir anschließend wieder in den Firmen arbeiteten.

In meiner Freizeit unternehme ich Einiges hier in der Gegend. Beispielsweise habe ich mir das Piraten Fest auf Tybee-Island oder den Fort Pulaski National Park angesehen. Sonst erlebe ich viele typische amerikanische Tätigkeiten, wie z.B. Football Spiele. Besonders freue ich mich auf den noch anstehenden Ausflug nach Orlando in die Universal Studios und das Disneyland.

Ich bin sehr glücklich und dankbar darüber, dass ich diese Erfahrung erleben darf und werde diese Zeit nie vergessen. Vielen Dank an die Joachim Herz Stiftung, die dieses überhaupt möglich gemacht hat!

Ich freue mich auf die letzten drei Wochen hier in Savannah und bin gespannt, was ich noch alles erleben darf.

Viele Grüße aus dem sonnigen Savannah,

Julia

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Die Zeit rennt… Leider!

Nach fünf erfolgreichen Wochen in Amerika gibt es fuer mich persönlich nichts worüber ich mich beschweren könnte.
Ich geniesse jeden Tag und versuche möglichst viel mitzunehmen und zu lernen; sei es im Betrieb oder in meiner Freizeit.

Ich kann von Glück sprechen bei Hapag-Lloyd USA arbeiten zu dürfen, da man sich hier ausgesprochen gut um mich und meinen Fortschritt kuemmert.
Nach einem sehr herzlichen Empfang startete ich im Sales Steering Team und wurde schnell in den Arbeitsalltag integriert.

Nach der Bearbeitung von mehreren Online Kursen, die mir einen guten Überblick über das Unternehmen und die Schifffahrt verschafften, darf ich nun Forecasts von Großkunden empfangen und bearbeiten, überpruefen anhand der Software, ob genügend Platz auf den Schiffen vorhanden ist, Kundengespräche führen und an wichtigen Meetings teilnehmen.

Ich bin rund um die Uhr beschäftigt, jedoch nicht überfordert. Ich habe wirklich viel Spass bei der Arbeit und mit den netten Kollegen von Hapag-Lloyd.

Stuart Sandlin, Vize Präsident Hapag-Lloyd USA LCC. und ich

Auch mit meiner Gastfamilie bin ich sehr zufrieden. Trotz der zwei kleinen Kinder, die sie haben, wird sich gut um mich gekümmert. Sogar ein Auto stellen sie mir zur freien Verfuegung, was mehr als nützlich ist, da es kaum öffentliche Verkehrsmittel gibt.

Abends besuche ich meistens das Fitnessstudio der Kennesaw State University, in der ich schon einige Kontakte knüpfen konnte.
Ausflüge und andere Freizeitaktivitaeten, wie zum Beispiel Topgolf unternehme ich mit anderen internationalen Austauschschülern und gebürtigen Amerikanern, die ich hier mit der Zeit kennengelernt habe.

Die Zeit in Savannah hat mir auch gut gefallen. Der Kurs am Georgia Institute of Technology ueber Supply Chain Management war informativ und das gewonnene Wissen lässt sich auch fuer meine zukünftige Karriere anwenden. Die Hafenstadt Savannah bietet viele Sight-Seeing Moeglichkeiten und die Hafentour gab mir einen guten Überblick ueber das dort vorhandene Hafensystem und wie es sich mit Hamburg vergleichen lässt.
Ich bin sehr gespannt auf die nächsten weiteren Wochen!


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Halbzeit!

Kaum zu glauben, aber die Hälfte der Zeit ist schon vorbei und wir haben schon so viele Eindrücke gesammelt!

Die Uniwoche an der Georgia Tech war super interessant: wir haben viele neue Themen und Abläufe kennengelernt, die in der Zukunft sehr hilfreich sein können. Auch wenn es teilweise recht anstrengend war, alles zu verstehen, hatten wir durch viele interaktive Methoden auch sehr viel Spaß, was die ganze Woche aufgelockert hat.

Außerdem bin inzwischen seit 3 Wochen bei Norton Lilly International und absolviere dort mein Praktikum! In dem kleinen Büro mit 9 Leuten wurde ich sehr herzlich aufgenommen, es herrscht ein super nettes und lustiges Arbeitsklima.

In den ersten Tagen wurden mir sämtliche Systeme gezeigt und eigene Zugänge gestattet, sodass ich auch selbstständig mit diesen in den nächsten Wochen arbeiten kann.

 Während ich in der ersten Woche noch einer ebenfalls neuen Kollegin mit Erklärungen über Schifffahrt im Accounting ausgeholfen habe, bekam ich in der zweiten Woche endlich eigene Aufgaben: ich durfte Akten für die Schiffe vorbereiten, Schiffsanläufe im System anlegen und die Zolldokumente bearbeiten. 

 Die Highlights der Woche sind dann aber doch jedes Mal wieder die Schiffsbesuche! 3 mal konnte ich bisher mit in den Hafen, durch die doch etwas andere und deutlich strengere ID-Kontrolle,  auf die Schiffe. An Bord haben wir die Schiffe ein- bzw. ausklariert, Dokumente ausgetauscht und noch letzte Fragen über den Aufenthalt bzw. über die anstehende Reise geklärt (funfact: einer der Kapitäne war sogar deutsch).

 Neben all der Arbeit genießen wir hier sonst das wunderbare Wetter, machen Ausflüge an die schönen Strände und in tolle Städte, gucken Footballspiele und und und. Um es kurz zu fassen: wir versuchen so viel wie nur möglich von Amerika und dem Leben dort kennenzulernen und zu entdecken! 

 Auf weitere interessante tolle 5 Wochen!

 Louisa

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