Mein Praktikum bei STEMCO Rome

Der Tag der Abreise kommt immer näher. Nun sind wir schon seit neun Wochen in den USA und Woche sieben unseres achtwöchigen Praktikums hat angefangen. Ich habe das Glück mein Praktikum bei STEMCO in Rome zu verbringen, welches seit diesem Jahr am Programm teilnimmt. STEMCO selbst ist ein Tochterunternehmen von EnPro Industries, mit dem Hauptsitz in Longview, Texas. Das Unternehmen stellt seit der Gründung 1951 hauptsächlich Radendprodukte, Bremsprodukte, intelligente Transportsysteme und Fahrwerkskomponenten für den weltweiten Nutzfahrzeugmarkt her, in Rome werden ausschließlich Bremsschuhe produziert.

Mein Praktikum begann bereits am 29. März und nicht wie bei den anderen Praktikanten am 01. April. An meinem ersten Tag hatte ich erstmal ein Gespräch mit Fawn Branum, die hier als Personalleiterin seit mehreren Jahren arbeitet bevor ich anschließend Bridgett Salyers vorgestellt wurde, die mit mir wichtige Punkte zur Sicherheit am Arbeitsplatz aufgezeigt hat. Ich erhielt nach meiner Einweisung einen kompletten Rundgang durch das Firmengelände, sowie eine ID-Karte, mit der es mir möglich ist das Firmengelände zu betreten. Zudem wurden mir Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe und persönliche Schutzausrüstung bereitgestellt. Am Ende meines aufregenden Arbeitstages wurde ich noch meinem Supervisor und meinen Kollegen vorgestellt, mit denen ich die nächsten 8 Wochen zusammen arbeiten werde.

Die Instandhalter bei STEMCO

Mein erster Tag war super aufregend, da mich meine Kollegen gleich bei ihrem ersten Einsatz mitgenommen haben, um eine Presse zu reparieren, welche am morgen ausgefallen ist. Wie es sich herrausstellte, wurde zunächst angenommen ich sei ein “Industrial Engineer”, welcher mehr mit Prozessverbesserung, Planung und Qualität zu tun hat, weshalb man mich auch ursprünglich im Qualitätsmanagement eingeplant hatte. Der Fehler wurde aber behoben, nachdem ich ihnen mitteilte, dass ich eine Ausbildung zum Industriemechaniker mache und es wurde ein tolles Konzept für meine Praktikumszeit erstellt. Mein Supervisor für den ersten halben Tag ist Jacob Hill, welcher für die Instandhaltung zuständig ist. Die andere Hälfte des Tages arbeite ich mit Daniel Ramalho zusammen, welcher das Qualitätsmanagement leitet. Dadurch erlange ich viel Wissen über Prozessplanung und Qualität und erweitere meine Kenntnisse über diese Themen.

Instandhaltung

Die Arbeiten als Instandhalter in der USA weisen viele große Unterschiede auf, die ich erst durch dieses Praktikum bemerken und erleben durfte. Hier in den USA ist ein Instandhalter nicht direkt der Fachrichtung Mechanik oder Elektronik zugewiesen, sondern arbeitet in beiden Fachrichtungen und muss quasi beides einwandfrei beherrschen. Ich selber bin dann aber doch eher für die Mechanik eingesetzt und kann somit meine fachlichen Kenntnisse noch weiter verbessern, da STEMCO sehr viele alte Maschinen zum Schweißen, Vernieten, Stanzen und Formpressen besitzt, die mit viel mechanischer Raffinesse gebaut wurden und instandgehalten werden müssen. Einen großen Teil meiner Zeit als Instandhalter verbringe ich in der “Painting Line”. Dieser Teil der Firma ist der wichtigste Teil, da hier die Bremsschuhe ihre Lackierung erhalten. Die “Painting Line” besitzt zwei große Stationen, die Wäsche und die Lackierung. Hier muss alles täglich mehrere Male kontrolliert und geprüft  werden, wie zum Beispiel den Säuregehalt in den Waschtanks oder den Farbgehalt im Lackierbad. Die Instandhaltung für die “Painting Line” übernehme nicht nur ich, sondern einer meiner Kollegen, Tim York, unterstützt mich dabei tatkräftig.  

Prüfen des Säuregehaltes
Einpflegen der Messwerte

Qualitätsmanagement

Da ich davor nie im Qualitätsmanagement tätig war, konnte ich mir anfangs nicht wirklich vorstellen, was genau ich jetzt machen sollte. Diese Frage wurde aber gleich nach dem ersten Meeting mit Daniel beantwortet, welches täglich stattfindet. Im Qualitätsmanagement helfe ich dabei, den gesamten Instandhaltungsprozess zu optimieren, sowie auch ein paar kleinere Aufgaben. Ich persönlich finde diesen Teil meines Praktikums extrem interessant, da ich hier sehr viel neues Wissen und vor allem sehr komplexe firmeninterne Prozesse kennenlerne. Ich erlange zudem einen großen Einblick in die Arbeitsweisen eines amerikanischen Unternehmens, die mir vorher nicht bekannt waren und ich auch deshalb sehr froh darüber bin, mein Praktikum bei STEMCO zu verbringen. Es war mir bis jetzt  sogar möglich, einen kompletten Arbeitsprozess zu verbessern und digitalisieren. Dabei handelt es sich um die Dokumentation und Auswertung der Messungen an der “Painting Line”.

wichtigstes Dokument meines Projektes, Instandhaltungprozess wird definiert
Mindmap zum Instandhaltungsprozess

Hier bei STEMCO wird Sicherheit am Arbeitsplatz sehr groß geschrieben, weshalb auch in der Firma jeden Dienstag das so genannte “Safety College” stattfindet. Hier haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, etwas mehr über Sicherheit zuerfahren und jeder Mitarbeiter muss eine bestimmte Anzahl pro Jahr an “Safety College”-Stunden absolvieren. Ich bin froh an diesem Kurs dabei sein zu können, weil ich dadurch noch mehr Wissen über Sicherheit erlange, welches ich auch in meiner Firma in Deutschland anwenden kann. Zudem erhalte ich einen Einblick in die Arbeitsweise eines amerikanischen Unternehmens, da ich regelmäßig an Meetings zur Instandhaltung oder zum Qualitätsmanagement teilnehme. Ich werde aktiv mit ins Gespräch eingebunden und nach meiner Meinung oder einem Lösungsvorschlag gefragt. 

Safety College

Ein großes Dankeschön geht an jeden einzelnen Mitarbeiter der Firma STEMCO, die mir bei Fragen oder Unklarheiten geholfen haben und mir den Arbeitsalltag erleichtert haben. Besonders bedanken möchte ich mich bei meinen Kollegen Tim, Jason, Derrick, Charles und Jake, die mich so freundlich und herzlich aufgenommen haben, die dieses Praktikum so unglaublich informativ und lehrreich gemacht haben und immer einen lustigen Spruch auf Lager hatten.  Außerdem bedanke ich mich bei meinem Supervisor Jacob und Daniel, die dieses Praktikum einzigartig gestaltet haben und von denen ich eine Menge Eindrücke mit nach Deutschland nehmen kann und ich freue mich auf die letzte verbleibende Woche. Zudem möchte ich mich ebenso bei meiner Firma und Berufsschule in Deutschland bedanken, die mir diese Erfahrung durch die Freistellung möglich gemacht haben. DANKE!

Qualitätsmanagement bei STEMCO

Viele Grüße von STEMCO aus Rome

Adrian

Veröffentlicht unter Uncategorized

Praktikum bei Voestalpine Automotive Components in Cartersville

Seit unserer Ankunft sind jetzt schon über 8 Wochen vergangen und so hatte ich schon die Möglichkeit viele interessante Erfahrungen sammeln. Die verschiedenen Arbeitsplätze, an denen ich hier arbeite, beinhalten alle unterschiedliche Aufgaben, so dass mir nie langweilig wird.

Voestalpine Cartersville wurde im Frühling 2014 eröffnet und ist die neue US-Zentrale zur Belieferung von Premiumherstellern im Automobilbereich mit ultrahochfesten Karosseriebauteilen. Das Lieferangebot reicht von Pressteilen über Baugruppen bis hin zu warmumgeformten und lasergeschweißten Platinen. In dieser Produktionsanlage werden folgende hochqualitative Automobilbauteile (Karosseriebauteile) hergestellt: Baugruppen aus phs-ultraform-Teilen, Stanzpressteile und warmumgeformte phs-ultraform-Bauteile, wobei hier phs für presshärtender Stahl steht. Neben großen Pressen mit Robotern, gibt es im Montagebereich auch sogenannte „Zellen“, in denen durch vollautomatische Prozesse die gepressten Teile bearbeitet werden. Die Halterungen oder Befestigungsteil werden Großteils durch Kontaktschweißen an die Komponenten angefügt, dies erfolgt alles durch die Arbeit von Roboterarmen.

Einer meiner Arbeitsplätze ist das Ingenieur Büro, wo mir eigene Projekte für den Montagebereich zugeteilt werden, ich aber auch an Besprechungen zur Produktionsverbesserung teilnehmen darf. Eine meiner ersten Aufgaben war es einen Drahtabschneider-Stand für einen Schweißroboter zu designen, da der aktuelle den Draht anstatt zu schneiden, auch mal verbogen hat. Im Anschluss daran war es meine Aufgabe alle dafür benötigten Teile zu bestellen und nach ein bisschen handwerklicher Arbeit alles zusammen zufügen. Nach circa 2 Wochen Planung und Wartezeit wurde meine Apparatur dann in Betrieb genommen und läuft jetzt ohne Komplikationen. Mein aktueller Auftrag besteht darin eine Vorrichtung zum Testen und Verstauen von neuen Maschinenbauteilen zu entwickeln. Bei der zu testenden Maschine werden Sechskantmuttern zu Bauteilen gefördert und dann durch Widerstandspunktschweißen befestigt. Das Problem hierbei besteht darin, dass die Zuführung des Öfteren nicht funktioniert und dadurch der Produktionsablauf zum stehen kommt.  Nebenbei hat man immer die Möglichkeit die verschiedenen Montage Prozesse zu beobachten und dabei Fehler zu entdecken und zu beheben.  Außerdem wird mir das Programmieren von Robotern nähergebracht, wofür ich mich sehr interessiere, da es faszinierend ist wie präzise und schnell diese arbeiten können.

Der Arbeitsplatz mit dem ich jedoch am meisten zu tun habe, ist der Bereich der Gebäude Instandhaltung. Dieser beschäftigt sich damit, wie das Verlegen von Strom-/Druckluftleitungen, Bauen und Aufstellen von Schutzzäunen, Arbeiten mit einem Plasmaschneider, Schweißen und viele weitere allgemeine Aufgaben um und für das Firmengebäude. Hier gibt es leider nicht allzu viel zum erzählen da es sich mehr um kleine Tätigkeiten handelt, die schnell erledigt sind.

Ich bin sehr froh, dass ich mein Praktikum bei Voestalpine machen darf, da man viele erfahrene Leute um sich hat, die einem sehr viel hilfreiche Tipps und Tricks bei verschiedenen Arbeiten und Aufgaben geben können. Vielen Dank an Voestalpine und alle die mir die letzten 6 Wochen und kommenden 2 Wochen unvergesslich gemacht haben und machen werden.

Schöne Grüße aus Cartersville,

Bjarne

Veröffentlicht unter Uncategorized

Lifestyle in Atlanta, New York and Miami

Meine aufregende Zeit in Amerika nähert sich nun leider auch langsam dem Ende. Ganze 8 Wochen haben wir nun schon hier im schönen Atlanta genießen können. Mein Fazit: Ich würde gerne noch bleiben, denn es inspiriert mich unglaublich.
Die fantastischen Erlebnisse und Momente, die ich hier in Amerika verbringen durfte, werden ein Teil von mir bleiben. Ich bin wirklich sehr glücklich und dankbar dafür, dass mir diese Lebenserfahrung geschenkt wurde.


Alleine Atlanta selbst bietet eine unglaubliche Vielfalt an einzigartigen Freizeitaktivitäten an, die es woanders so nicht zu sehen gibt. Zum Beispiel der Besuch im bemerkenswerten Georgia Aquarium, der Genuss von einer köstlichen Coke im World of Coca-Cola, ein Spaziergang im faszinierenden Atlanta Zoo und das Zurückblicken auf das Leben unserer Vorfahren im Museum of Natural History, waren nur ein kleiner Teil der Entdeckungen, die ich hier in meiner Freizeit erleben konnte und durfte.

Mit meinem Gastvater Gabe hatte ich die Möglichkeit, Dinge zu erleben, die ich noch nie zuvor ausprobiert hatte. So wie zum Beispiel das Paddeln und Angeln aus einem Kanu heraus auf dem ansehnlichen, wunderschönen Berkeley Lake oder das Rockclimbing im Stone Summit. Wenn man schon hier ist und die Chance hat, sollte man alles ausprobieren, so auch das Outdoor Gun Range zum Trapshooting! Eine einzigartige Erfahrung. In der letzten Woche meiner zehnwöchigen Reise steht noch eine Wander -und Kletter Tour in Tennessee auf dem Plan. Darauf freue ich mich besonders, denn ich habe das Gefühl, dass es mit Gabe noch so viel zu erkunden gibt.

New York – New York

Für mich war der Ausflug nach New York ein persönliches Highlight, denn man hört soviel Positives über diese Stadt.
Das faszinierendste an New York war jedoch für mich nicht nur die Tatsache, dass diese Stadt niemals zu schlafen scheint, sondern vor allem das Aufeinandertreffen der unglaublich vielen, verschiedenen Kulturen. Mit meinen Freunden besuchten wir in innerhalb der zwei Tage unter anderem, den Times Square und die Brooklyn Bridge. Letztere möchte ich nicht versäumen zu erwähnen, denn sie ist unglaublich interessant für jeden Ingenieur und Architekten, genauso wie zweifellos die vielen gigantischen Gebäude, bzw. die Wolkenkratzer der Stadt, deren Spitze man nur noch erahnen kann…

New York – Times Square

Miami – South Beach

Es ist auch noch nicht lange her, als ich meine Koffer packte um meinem Traumziel entgegen zu fliegen.
Das fantastische Wetter im „Sunshine State Miami“, der glitzernde South Beach, die sagenhaften weißen Strände kombiniert mit bunten Strandhütten… Ich fühlte mich wie in einem Film, ein wahrgewordener Traum. Der ganze Flair im South Beach hat mich stark inspiriert und beeindruckt.
Es gibt Sonne satt, die Palmen am Ocean Drive, viele interessante Leute, Musik und Partys, sowie exklusive Autos auf der Straße zu sehen. Was Miami ebenfalls sehr beeindruckend und einzigartig macht, sind die unterschiedlichen Kulturen. Latin America, Cuba und Virgin Island sind nur einige der wenigen Länder, die in Miami South Beach ihre Restaurants eröffnet haben und die Menschen jeden Tag mit Live Musik und Essen das Leben versüßen. Ein ganz besonderes Erlebnis war die Bootstour am Bayside Beach. Der Ausblick zum Hafen war bemerkenswert und einzigartig. Ich werde ihn nie vergessen.

Jeden Morgen und jeden Abend habe ich den wunderschönen Sonnenauf –und Untergang genießen können. Der Strand erscheint endlos Lang und Breit, mit seinem hellen, fast weißem Sand und dem türkisfarbenem Meer im Hintergrund, ist dies eine wunderschöne Kulisse die Kraft gibt für große Aufgaben und Träume. Somit habe ich in Miami unvergessliche Tage erlebt und bin sehr dankbar hierfür.

Für mich steht auf jeden Fall fest: Ich komme wieder! Denn es gibt in Amerika noch so viel zu sehen, wo ich noch nicht zu gekommen bin. Wie sagt man so schön: Man sieht sich immer zwei Mal im Leben! In Amerika dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Veröffentlicht unter Uncategorized

Praktikum bei ZwickRoell

Unglaublich, aber wahr. Wir sind schon seit 8 Wochen in der USA und konnten schon viele interessante Erfahrungen sammeln! So weiß ich jetzt unter anderem, wie die Festigkeit von Blaubeeren, die Stabilität von verschiedenen Metallen oder die Bruchfestigkeit von Glas getestet wird.

Die Firma, bei der ich bereits seit 6 Wochen mein Praktikums absolvieren darf, heißt ZwickRoell und hat eine Niederlassung in Kennesaw. Sie wurde ursprünglich 1854 gegründet und ihr heutiger Stammsitz befindet sich in Ulm; es gibt über 1600 Mitarbeitern weltweit und davon circa 30 in Kennesaw. Die Produkte des Unternehmens, das als Marktführer für statische Materialprüfmaschinen gilt, werden heute in über 20 Branchen zur Qualitätssicherung eingesetzt.

An den ersten beiden Tagen in der Firma habe ich alle Mitarbeiter, die im Haus direkt arbeiten, kennenglernt und habe auch ein paar von ihnen jeweils für ein bis zwei Stunden über die Schulter geschaut. So konnte ich Einblicke in ihre Arbeit gewinnen und auch Arbeitsabläufe innerhalb der Abteilungen besser nachvollziehen. Hauptsächlich werde ich im Servicebereich eingesetzt und helfe nebenbei bei verschiedenen Projekten oder kleineren Aufgaben in diesem Bereich mit. So helfe ich auch bei der Gestaltung für den Jahreskalender 2020 oder bei dem Zuordnen von Daten aus dem Accounting Bereich mit.

Am Tag 3 habe ich mein eigenes Projekt bekommen, das sich derzeit in der Endphase befindet. Meine Aufgabe bestand darin alle 3000 Materialprüfmaschinen innerhalb der USA, Kanada, der Dominikanischen Republik und Puerto Rico auf die 16 Field Service Engineers (FSEs) zu verteilen, die sich überall in der USA und Kanada befinden, sodass ihre Effizienz für die Firma gesteigert wird. Ein netter Nebeneffekt von dem Projekt ist, dass ich jetzt die meisten Staaten und Regionen innerhalb der Länder sowie darin liegender Städte kenne. Außerdem konnte ich meine Excelkenntnisse weiter ausbauen.

Mein Supervisor Chip Hayward hat mich am Mittwoch der ersten Woche gleich eingewiesen und ab da habe ich Standorte der Maschinen auf verschiedene Arten bestimmt, wie zum Beispiel über die drei – und fünfstellige Postleitzahl, die Stadt oder die genaue Adresse. Nebenbei habe ich auch die im System hinterlegten Skillset-Listen an die FSEs verschickt, um bestimmen zu können, in wie weit die Daten noch stimmen und wer in einem bestimmen Bereich weiteres Training haben möchte.

Nachdem dieser erste Teil des Projekts abgeschlossen war, ging es nach knapp 2 Wochen zum zweiten Teil über. Dieser bestand darin, die Maschinen über die Excel 3D Karte zu lokalisieren und sie je nach erforderlichem Skillset farblich zu markieren. Das war gar nicht so einfach, da ich relativ schnell festgestellt habe, dass eine Postleitzahl nur bedingt individuell ist – so findet man manche Standorte anstatt in Puerto Rico plötzlich in Malaysia wieder. Zusätzlich bestehen Kanadas Postleitzahlen zu großen Teilen aus Buchstaben, die die Excel Karte nur bedingt anerkennt. Außerdem findet man zu solch spezifischen Problemen bei 3D Excel Karten bei Google nicht sonderlich viel, also war dieses Projekt tatsächlich mein allererstes, bei dem ich exceltechnisch komplett auf mich selbst gestellt war.

Der dritte und letzte Teil des Projekts bestand darin die Maschinen anhand der erforderlichen Skillsets den FSEs zuzuordnen in Abhängigkeit von deren Wohnorten.

Hier sieht man die einzelnen Maschinen nach Postleitzahl (USA, Puerto Rico, Dominikanische Republik) oder Stadt (Kanada), die Farbe steht je nach Karte für einen bestimmten FSE:

Momentan bin ich mich noch dabei, über die einzelnen Punkte zu gehen, bei denen ersichtlich ist, dass ein FSE zum Betreuen einer Maschine im Bereich eines anderen FSEs einspringt. So überprüfe ich, ob der FSE, der eigentlich vom Bereich her für die Maschinen verantwortlich wäre, nicht doch ebenfalls für diese Art von Maschine ausgebildet ist. Kommt dies in einem Bereich mehrfach vor, halte ich das ebenfalls fest, damit mein Supervisor eine Übersicht bekommt, welcher FSE welches Training benötigt.

Wenn alles gut geht, ist das Projekt am Ende dieser Woche abgeschlossen, und ich habe schon gehört, dass ab nächster Woche bereits ein weiteres Projekt in einer anderen Abteilung auf mich wartet. Ich bin schon gespannt, was es sein wird.

Allgemein möchte ich mich vor allem bei meinem Supervisor Chip, aber auch bei allen anderen Kollegen bedanken, die mich wirklich wundervoll aufgenommen haben und mir bei allen Fragen oder Problemen jeder Zeit weiterhelfen. Danke für die großartige Zeit!

Liebe Grüße aus Kennesaw,

Hannah

Veröffentlicht unter Uncategorized

Time to say Goodbye… and THANK YOU!

Es ist schon wieder über eine Woche her, dass wir KSU’ler zurück in Deutschland sind und doch möchten wir noch einmal einen kurzen Beitrag schreiben…

Von Anfang an wurden wir mit offenen und warmherzigen Armen willkommen geheißen. Diese Wärme, die von den Amerikanern uns gegenüber ausgestrahlt wurde, ist über die ganzen sechs Wochen nie erloschen. Die Gastfreundlichkeit und die Herzlichkeit waren überwältigend. Jeder Azubi hat Freundschaften geschlossen, die hoffentlich die Zeit überdauern werden und vielleicht sogar zu einem Wiedersehen in Deutschland oder den USA führen.

Wir alle sind dankbar für die Planung unseres Aufenthalts. Von Vorbereitungstreffen über Hinflug und Abreise, unsere Zeit war sehr gut von der Joachim Herz Stiftung strukturiert. Die Firmenbesuche und Ausflüge wurden von Sabine mit Sorgfalt ausgewählt und organisiert. Aber auch die Studenten haben viele Aktionen und sogar einen Trip nach Savannah für uns vorbereitet.

Vielen Dank dafür!!

Farewell Dinner in unserer letzten Woche
Zu sehen sind Stipendiaten, amerikanische Studenten, Sabine und Iris
– all diese Personen haben an unserem Aufenthalt mitgewirkt –

Ihr alle gemeinsam habt uns somit eine unvergessliche Zeit in unserem Leben geschenkt, an die wir uns sicher alle noch lange zurück erinnern werden.

Abschließend möchten wir noch einmal DANKE für die Möglichkeit an diesem Programm teilzunehmen! Es war eine wundervolle Zeit!

Ein besonderes DANKESCHÖN gilt:

  • den amerikanischen Studenten, die so viel Zeit mit uns verbracht haben, uns Amerika gezeigt haben und letztendlich zu Freunden wurden!
  • Dr. Sabine Smith, die vor Ort fast alles für uns organisiert hat, Tag und Nacht erreichbar war und wie eine Ersatzmama für uns geworden ist!!!
  • den Firmen, die sich die Zeit genommen haben uns herumzuführen und einen Einblick in das amerikanische Berufsleben gegeben haben
  • unseren Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen, die uns unterstützt und freigestellt haben und die Möglichkeit gegeben haben mit diesem Programm einen Einblick in die amerikanische Kultur zu erhalten
  • VOR ALLEM der Joachim Herz Stiftung! Nur durch euch haben wir die Chance erhalten diese fantastische Reise anzutreten. Danke für die super Organisation und die tolle Unterstützung vor Ort und in Deutschland!

Liebe Grüße und auf ein Wiedersehen!

eure KSU’ler

Veröffentlicht unter Uncategorized

Eindrucksvolle Praktikumswochen bei IMS Gear


Mein 8-wöchiges Praktikum darf ich bei IMS Gear in Gainesville machen. Die Firma mit Hauptsitz in Deutschland ist auf der ganzen Welt vertreten. Weitere Standorte sind in China, Südkorea, Mexiko und USA. Hier werden viele Komponenten für die Automobilindustrie, wie zum Beispiel die elektrische Handbremse und Baugruppen der Lenkung hergestellt. Im gesamten Werk befinden sich jede Menge Roboter, wodurch viele Arbeitsschritte automatisiert sind und die Mitarbeiter die Maschinen nur mit dem Rohmaterial beladen müssen und am Ende die fertig montierte Baugruppe herausnehmen.

An meinem ersten Tag bekam ich eine Firmenrundführung, eine Sicherheitsunterweisung und durfte an einem Lernprogramm verschiedene Kurse zum Thema Arbeitssicherheit bearbeiten. Nachdem ich fotografiert wurde, habe ich auch einen Batch bekommen, mit welchem ich nun die Firma betreten kann. Am zweiten Tag ging es für mich dann in meine Abteilung, wo mich mein Supervisor Florian allen vorgestellt hat. Hier lernte ich alle meine Arbeitskollegen kennen, mit welchen ich die nächsten Wochen zusammenarbeiten werde. Es ist sehr interessant, da wir sowohl deutsche als auch amerikanische Ingenieure haben, zu sehen wie sie sich gegenseitig unterstützen und ihr Wissen teilen. Auch mich haben sie sehr herzlich aufgenommen und mir die ersten Projekte zugeteilt.

Meine ersten Aufgaben waren Instandhaltungsmaßnahmen, ich durfte zusammen mit einer amerikanischen Auszubildenden einen Robotermotor wechseln und anschließend verschiedene Anfahrtspunkte neu festlegen. Zusammen haben wir auch noch ein Förderband ausgetauscht.

Mein erstes großes Projekt ließ nicht lange auf sich warten, bereits am dritten Tag durfte ich damit beginnen eine komplette Montagelinie zu demontieren und einzulagern. Das dauerte eine Woche bis ich alle Sensorstecker getrennt, alle Pneumatik Zylinder demontiert, die Stationen abgebaut und den Sicherheitskäfig zurückgebaut hatte.

In den folgenden Tagen und Wochen bekam ich regelmäßig neue Aufgaben zugeteilt, mal durfte ich im Schaltschrank eine weitere Kontrolleinheit verdrahten oder Schütze und Motorschutzschalter austauschen. Ich bekam auch immer wieder Teile, welche ich gemeinsam mit dem amerikanischen Ingenieur Brandon in ein 3D-Modell am PC verwandelte, um daraus eine technische Zeichnung zu erstellen. Ich montiere auch Baugruppen für neue Maschinen und darf verschiedene Teile an der Dreh- oder Fräsmaschine bearbeiten, wie zum Beispiel eine Antriebsrolle eines Förderbandes.  

Mein aktueller Auftrag ist es eine Displayhalterung aus Aluminium herzustellen und anschließend im Schaltschrank die nötigen Ein- und Ausgänge der SPS-Steuerung mit dem Zusatzmodul zu verdrahten. Als ich die technische Zeichnung in der Hand hielt, überlegte ich mir zunächst die Reihenfolge meiner Arbeitsschritte. Als erstes sägte ich mein Material auf die gegebenen Maße an der Bandsäge zu. Dort fertigte ich auch die Schräge. Als nächstes ging es an die Fräsmaschine, wo ich den Absatz herstellte. Zuletzt bohrte ich die Löcher an der Bohrmaschine und schnitt die Gewinde, mit welchen das Display angeschraubt wird. In den nächsten Tagen werde ich dann den Schaltschrank vorbereiten, auch dort Löcher für die Halterung und die Kabel bohren und die Verdrahtung fertigstellen.

Ich freue mich auf meine noch verbleibenden 3 Wochen bei IMS Gear. Ich bin gespannt, was ich alles noch lernen werde und welche Projekte noch so auf mich warten.

Ich möchte mich sehr herzlich bei meinem Supervisor Florian Süß, meinen Kollegen Brandon, Jörg, Andreas, Randy, Matthew und allen mit denen ich zusammenarbeiten oder meine Pausen verbringen durfte, bedanken für die schöne Zeit.

Schöne Grüße von IMS Gear aus Gainesville

Tobias

Veröffentlicht unter Uncategorized

Mein Praktikum bei Kühne + Nagel

Anders als in Deutschland, arbeite ich hier in Amerika für Kühne + Nagel. Der Standort in Atlanta umfasst viele verschiedene Abteilung vom Im- und Export für See- und Luftfracht und den Landverkehr über Vertrieb bis zu den Customs Broker, die für die zolltechnischen Aufgaben zuständig sind.

The office building of Kühne + Nagel Atlanta

In Deutschland hatte ich bei meiner Firma bereits die Möglichkeit die Luftfracht, den Landverkehr und unsere Messeabteilung kennen zu lernen. Durch Kühne + Nagel habe konnte ich jetzt auch die Seefracht kennen lernen.
Ich arbeite im Export und betreue zusammen mit drei weiteren Kolleginnen einen Großkunden. Zu meinen Aufgaben gehört die Dokumentation und sogar die Erstellung von AES. AES ist vergleichbar mit der deutschen MRN und ist die Zollanmeldung der Ware. Um AES erstellen zu dürfen, hab ich ein Online-Seminar bereitgestellt bekommen. Zollanmeldungen übernehme ich für alle Sendungen von unserem Kunden nach Mexiko. Wann immer mir unser Kunde seine Dokumente für eine Mexiko Sendung schickt übertrage ich die angegeben Daten zunächst in unser Internes Verarbeitungsprogramm. Wichtig hierbei ist der Abholort, der Ort der Herstellung, der Empfänger sowie die Art und Anzahl der Ware. Sobald ich die Sendung in unserem Programm erfasst habe kann ich die Daten an unser Zollprogramm übertragen. Dort überprüfe ich alles auf Richtigkeit und gebe noch weitere Deteils wie den Warenwert an. Wichtig für Zollanmeldungen in den USA ist, anzugeben wo der finale Bestimmungsort der Ware ist und ob der Versender sowie der Empfänger Verwandt sind. Wie ich bereits auf dem College in Savannah gelernt habe, ist der Bestimmungsort deshalb wichtig, damit keine aus den USA stammende Ware in Länder eingeführt wird mit denen kein Handelsabkommen besteht bzw. die auf der Roten Liste stehen. Die Angabe ob die Parteien mit einander Verwandt sind ist deshalb relevant, damit die Regierung Bevorzugung erkennen und gegebenenfalls unterbinden kann.
Die Dokumentation der Sendungen ist im Vegleich umfangreicher. Hierfür übernehme ich die Sendungen von einer Kollegin, nachdem diese bereits das Schiff gebucht und auch sonst alles Wichtige erledigt hat. Ich warte dann darauf, dass uns die Reederei den BL Entwurf schickt. Das BL ist das Beförderungspapier in der Seefracht. Sobald wir den Entwurf haben überprüfe ich alle Angaben und ob eventuelle Sonderwünsche des Kunden berücksichtigt wurden. Falls das nicht der Fall ist, wende ich mich an die Reederei und lasse das BL abändern. Für einige Destinationen möchte der Kunde, dass wir ihm den BL Entwurf per E-Mail zur Überprüfung zuschicken. Wenn der Entwurf geprüft und bestätigt wurde, warte ich erneut bis wir das Original BL oder die Rechnung von der Reederei erhalten. Abhängig von der Reederei bekommen wir das Original BL erst wenn wir die Rechnung bezahlt haben und von anderen bekommen wir es direkt zugeschickt. Erhalten wir die Rechnung zahle ich diese und sobald das Original BL vorliegt, bereite ich das „Finale Dokumentenpacket“ vor. Dazu gehören das BL, die Handelsrechnung, die Packliste und gegebenenfalls weitere vom Kunden übermittelte Dokumente. Auf Wunsch des Kunden und gegen einen Aufpreis schreibe ich auch ein „Certificate of Origin“ oder versichere die Ware bei der Versicherung des Kunden. Das „Certificate of Origin“ ist ein Ursprungszeugnis und kann mit Zollerlässen und anderen Bevorzugungen während der Einfuhr in ein anderes Land zusammenhängen. Zum Schluss buche ich den Transport der Papiere per FedEx.

Neben meiner Arbeit bietet Kühne + Nagel Verschiedenes zum Wohlbefinden der Arbeitnehmer an. Unter dem Motto „Care“ möchte die Firma unter anderem das Arbeitsklima verbessern, da die Meinung besteht, je besser das Wohlbefinden der Mitarbeiter um so besser der Umgang mit den Kunden. Aus diesem Grund gab es zum Besipiel an einem Freitag verschiedene Foodtrucks an denen wir uns kostenfrei Essen holen konnten. Ebenfalls treffen wir uns einmal die Woche in kleinen Teams und Reden unter anderem über den Umgang mit Kunden oder auch darüber wie wir uns in Situationen, in denen wir vielleicht selber der Kunde waren gefühlt haben.

Die Flaggen stehen für jede Nationalität die im Atlanta Office vertreten ist

Durch mein Praktium bei Kühne + Nagel hatte ich die Chance alle Verkehrsträger kennen zu lernen und kann nun mit Bestimmtheit sagen, in welchem Bereich ich nach der Ausbidung gern arbeiten möchte. Sobald ich meine Wahl angesprochen habe wurde sogleich darauf reagiert, indem ich meine letzte Woche hier in Atlanta in meiner Wunschabteilung verbringen darf. Darauf freue ich mich am Meisten.

Veröffentlicht unter Uncategorized