Vor 3 Jahren habe ich daheim meine Volljährigkeit gefeiert – wer hätte gedacht, dass ich wenige Jahre später erneut meine Volljährigkeit in New York feiere?
Am 16. Oktober bin ich 21 Jahre alt geworden. Damit bin ich die einzige aus unserer Gruppe, die das Glück hat ihren Geburtstag in den Staaten zu feiern. Die aller erste Glückwünsch-Nachricht habe ich bereits am Vortag um 18 Uhr, NYer Zeit bekommen (0 Uhr Deutsche Zeit). Zu dieser Zeit war ich mit Tobi und Anni gerade auf dem Weg zum Yeule, eine Indie-Sängerin, Konzert. Dort standen wir gerade in der Warteschlange, als wir der Security unsere IDs vorzeigen mussten. „Ich muss dir zum letzten mal zwei Kreuze aufmalen“, sagte die Mitarbeiterin. Tatsächlich war es für mich das erste und letzte Mal. Denn in den USA bekommen Minderjährige (unter 21) ein Kreuz mit Edding auf jeweils beide Handoberflächen gemalt, um zu verhindern, dass diese Alkohol kaufen. Nach dem Konzert gingen wir zurück zum Kolping House und warteten bis 0 Uhr, damit mir Tobi und Anni noch gratulieren konnten.


Am Morgen, nach dem Aufwachen, fing damit an, dass ich meinen Rechner gestartet habe. Denn es war Montag, Homeoffice. Bereits die ersten Glückwunsch-Nachrichten trudelten ein und ich telefonierte mit meinen Eltern zur Mittagszeit. Da war es bereit spät abends in Deutschland. Edi und Ich verbrachten gemeinsam die Mittagspause und arbeiteten in einer Art Co-Working-Space zusammen in der Küche, bis wir Feierabend hatten.
Nachdem ich mich Ausgeh-fertig gemacht hatte, haben die Mädels und ich uns gemeinsam vom 92Y auf zu „Kame“ gemacht, einem japanischen Restaurant in Chelsea in Downtown NY. Dort angekommen, stießen auch die Jungs dazu und wir wurden an einem Tisch platziert.
Tatsächlich habe ich sehr lange recherchiert, was ich zu meinem Geburtstag machen könnte. Dabei standen auch Karaoke und Bowling zur Auswahl. Aus Kostengründen haben wir uns dann doch fürs Restaurant entschieden. Ich wollte unbedingt in ein asiatisches Restaurant, so bin ich dann auf Kame gestoßen. Leider konnte man online nicht für 9 Personen, sondern nur für 6 Personen reservieren. Deswegen habe ich mich spontan dazu entschieden ihnen eine Nachricht über Instagram zu schicken, was heutzutage durchaus üblich ist. Vor Ort habe ich dann vom Kellner erfahren, dass es das erste Mal ist, dass sie eine Reservierung für 9 Personen angenommen haben und er extra um die Einwilligung seines Chefs gefragt hatte. Darüber habe ich mich natürlich total gefreut, leider habe ich aber keinen Rabatt oder Gutschein bekommen, obwohl ich doch einen Rekord gebrochen hatte!

Ingesamt haben wir einen tollen Abend verbracht und das Essen war echt richtig gut! Nachdem wir uns für das passende Trinkgeld entschieden haben – 18, 20 oder 22% – wir haben uns für die goldene Mitte entschieden – haben wir uns noch weiter auf den Weg in eine Bar gemacht. Nachdem wir erst über den Time Square zu „Jimmy’s Corner“ gefahren sind und dort leider enttäuscht wurden, da weder unter 21 Jährige erlaubt waren und man sich auch nicht mit einer Kopie seines Passes ausweisen konnte, sind wir schlussendlich bei der „Strangelove Bar“ gelandet.

Diese Punk-Bar sieht nicht nur total cool aus, wir konnten auch noch Lisa mitnehmen, die leider noch nicht ihre US-Volljährigkeit erreicht hat. Sie hat aber natürlich keinen Alkohol getrunken, da Bars auch sämtliche non-Alkohol Getränke anzubieten haben. Nach vielen Geschichten und einigen Runden Bier und Cola haben wir uns gegen 23 Uhr wieder auf den Weg zum 92Y gemacht. Und so endete mein doch spezieller 21. Geburtstag im Big Apple.
