Essen, Vielfalt & Gewohnheiten

Hey, mein Name ist Dren, ich bin 19 Jahre alt, komme aus München und mache aktuell eine Ausbildung als Hörakustiker. Zurzeit bin ich in den USA und besuche die Kennesaw State University, ermöglicht durch die Joachim Herz Stiftung.

In diesem Blog möchte ich meine ersten Eindrücke aus den letzten eineinhalb Wochen teilen mit Fokus auf Essen und darauf, wie Gewohnheiten und Vielfalt dieses Thema beeinflussen.

Essen im Alltag

Mein Alltag beginnt zumindest theoretisch… mit einem typisch amerikanischen Frühstück im Hotel. Die Auswahl ist relativ groß: Müsli, Oatmeal, Früchte, Muffins, Bagels oder Pancakes.

Was mir direkt aufgefallen ist, ist die Kombination aus süßen und herzhaften Komponenten. Neben den süßen Sachen gibt es oft auch Kartoffeln, Bacon, Sausages oder Ground Beef. Teilweise kann man sich sogar eigene Kombinationen zusammenstellen.

Für mich persönlich ist Frühstück aber nicht immer relevant, weil ich morgens oft keinen Hunger habe und es deshalb häufig auslasse. Ab und zu probiere ich es trotzdem, vor allem wenn es etwas Neues gibt.

Mittags esse ich meistens auf dem Campus. Dort dominieren Fast-Food-Ketten wie Chick-fil-A oder Panda Express, aber auch ein Starbucks ist vorhanden.

Was hier auffällt, ist die Schnelligkeit: Selbst bei langen Schlangen habe ich mein Essen oft in unter zehn Minuten.

Abends ist es unterschiedlich entweder ich koche etwas Einfaches wie Pasta oder Hühnchen mit Reis, oder ich hole mir wieder etwas draußen. Ehrlich gesagt greife ich aber öfter zu Fast Food, einfach weil Zeit und Motivation manchmal fehlen.

Ein Gericht, das mir besonders gefallen hat, sind Burritos, vor allem von Chipotle Mexican Grill. Insgesamt habe ich aber kein klares Lieblingsessen, sondern eher einzelne Sachen, die mir besser gefallen als andere.

Was mir im Vergleich zu Deutschland stark auffällt das Essen wirkt hier oft fettiger und teilweise auch deutlich süßer besonders bei Getränken. In Supermärkten merkt man das ebenfalls: Die Größen von Softdrinks oder Süßigkeiten sind deutlich größer, und auch die Preise fühlen sich anders an.

Ich habe das Gefühl, dass man hier zwar theoretisch auch gesund und günstig essen kann, aber im Alltag eher dazu „gelenkt“ wird, ungesündere Optionen zu wählen. Vielleicht liegt das auch an meiner Perspektive, aber insgesamt entsteht ein Umfeld, in dem ungesundes Essen einfach präsenter und leichter zugänglich ist.

Ein extremes Beispiel dafür war für mich Waffle House für mich persönlich sehr fettig und ein gutes Beispiel für typisches amerikanisches Comfort Food.

Gewohnheiten im Zusammenhang mit Essen

Meine Essgewohnheiten hier sind stark vom Alltag und der Umgebung geprägt. Dadurch, dass ich in der Nähe von vielen Fast-Food-Möglichkeiten bin, ist es einfach, spontan etwas zu holen, ohne großen Aufwand.

Ein wichtiger Punkt ist die Abhängigkeit vom Auto. Ohne Auto ist man oft auf Uber angewiesen, da öffentliche Verkehrsmittel nicht mit europäischen Städten vergleichbar sind. Für mich bedeutet das konkret: Es ist einfacher, sich schnell etwas zu essen zu holen, als aufwendig einkaufen zu gehen, alles zu tragen und dann noch zu kochen.

Genau diese Kombination aus Verfügbarkeit, Aufwand und Bequemlichkeit beeinflusst mein Verhalten stark.

Ein weiterer Aspekt ist die Effizienz, vor allem bei Fast-Food-Ketten. Viele Bestellungen laufen über Apps wie Grubhub oder über digitale Bestellsysteme. Das spart Zeit und macht vieles einfacher.

Für mich persönlich kann das angenehm sein, weil ich mir alles in Ruhe anschauen kann. Gleichzeitig reduziert es aber auch den direkten Kontakt mit Menschen. Man merkt, dass Essen hier teilweise stärker funktional geworden ist.

Auffällig ist auch, dass ich hier deutlich häufiger Fast Food esse als in Deutschland. Das ist keine bewusste Entscheidung, sondern ergibt sich einfach aus der Situation.

Insgesamt sind Essgewohnheiten hier stark von Komfort, Zeitersparnis und Infrastruktur geprägt zumindest aus meiner persönlichen Sicht.

Vielfalt durch Essen

Auch wenn ich Vielfalt hier nicht zu kompliziert darstellen will, spielt sie beim Essen trotzdem eine große Rolle.

In Atlanta gibt es eine riesige Auswahl an verschiedenen Küchen von mexikanisch über asiatisch bis hin zu klassischen amerikanischen Konzepten. Man findet eigentlich überall etwas anderes.

Das zeigt sich besonders auf dem Campus und in der Umgebung. Essen wird dadurch automatisch zu einem Ort, an dem verschiedene Einflüsse zusammenkommen.

Ich habe gemerkt, dass man durch Essen indirekt auch viel über die Vielfalt der Stadt mitbekommt ohne dass es groß auffällt oder inszeniert wirkt.

Fazit

Essen in Atlanta ist für mich vor allem eines: schnell, verfügbar und vielfältig. Gleichzeitig ist es aber auch oft fettiger und weniger bewusst als das, was ich aus Deutschland gewohnt bin.

Meine eigenen Gewohnheiten haben sich dadurch verändert ich esse häufiger Fast Food, einfach weil es leichter ist.

Am Ende zeigt sich für mich, dass Essen hier nicht nur etwas mit Geschmack zu tun hat, sondern stark davon abhängt, wie der Alltag aufgebaut ist und in welchem Umfeld man sich bewegt.

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