Praktikum bei ZwickRoell

Unglaublich, aber wahr. Wir sind schon seit 8 Wochen in der USA und konnten schon viele interessante Erfahrungen sammeln! So weiß ich jetzt unter anderem, wie die Festigkeit von Blaubeeren, die Stabilität von verschiedenen Metallen oder die Bruchfestigkeit von Glas getestet wird.

Die Firma, bei der ich bereits seit 6 Wochen mein Praktikums absolvieren darf, heißt ZwickRoell und hat eine Niederlassung in Kennesaw. Sie wurde ursprünglich 1854 gegründet und ihr heutiger Stammsitz befindet sich in Ulm; es gibt über 1600 Mitarbeitern weltweit und davon circa 30 in Kennesaw. Die Produkte des Unternehmens, das als Marktführer für statische Materialprüfmaschinen gilt, werden heute in über 20 Branchen zur Qualitätssicherung eingesetzt.

An den ersten beiden Tagen in der Firma habe ich alle Mitarbeiter, die im Haus direkt arbeiten, kennenglernt und habe auch ein paar von ihnen jeweils für ein bis zwei Stunden über die Schulter geschaut. So konnte ich Einblicke in ihre Arbeit gewinnen und auch Arbeitsabläufe innerhalb der Abteilungen besser nachvollziehen. Hauptsächlich werde ich im Servicebereich eingesetzt und helfe nebenbei bei verschiedenen Projekten oder kleineren Aufgaben in diesem Bereich mit. So helfe ich auch bei der Gestaltung für den Jahreskalender 2020 oder bei dem Zuordnen von Daten aus dem Accounting Bereich mit.

Am Tag 3 habe ich mein eigenes Projekt bekommen, das sich derzeit in der Endphase befindet. Meine Aufgabe bestand darin alle 3000 Materialprüfmaschinen innerhalb der USA, Kanada, der Dominikanischen Republik und Puerto Rico auf die 16 Field Service Engineers (FSEs) zu verteilen, die sich überall in der USA und Kanada befinden, sodass ihre Effizienz für die Firma gesteigert wird. Ein netter Nebeneffekt von dem Projekt ist, dass ich jetzt die meisten Staaten und Regionen innerhalb der Länder sowie darin liegender Städte kenne. Außerdem konnte ich meine Excelkenntnisse weiter ausbauen.

Mein Supervisor Chip Hayward hat mich am Mittwoch der ersten Woche gleich eingewiesen und ab da habe ich Standorte der Maschinen auf verschiedene Arten bestimmt, wie zum Beispiel über die drei – und fünfstellige Postleitzahl, die Stadt oder die genaue Adresse. Nebenbei habe ich auch die im System hinterlegten Skillset-Listen an die FSEs verschickt, um bestimmen zu können, in wie weit die Daten noch stimmen und wer in einem bestimmen Bereich weiteres Training haben möchte.

Nachdem dieser erste Teil des Projekts abgeschlossen war, ging es nach knapp 2 Wochen zum zweiten Teil über. Dieser bestand darin, die Maschinen über die Excel 3D Karte zu lokalisieren und sie je nach erforderlichem Skillset farblich zu markieren. Das war gar nicht so einfach, da ich relativ schnell festgestellt habe, dass eine Postleitzahl nur bedingt individuell ist – so findet man manche Standorte anstatt in Puerto Rico plötzlich in Malaysia wieder. Zusätzlich bestehen Kanadas Postleitzahlen zu großen Teilen aus Buchstaben, die die Excel Karte nur bedingt anerkennt. Außerdem findet man zu solch spezifischen Problemen bei 3D Excel Karten bei Google nicht sonderlich viel, also war dieses Projekt tatsächlich mein allererstes, bei dem ich exceltechnisch komplett auf mich selbst gestellt war.

Der dritte und letzte Teil des Projekts bestand darin die Maschinen anhand der erforderlichen Skillsets den FSEs zuzuordnen in Abhängigkeit von deren Wohnorten.

Hier sieht man die einzelnen Maschinen nach Postleitzahl (USA, Puerto Rico, Dominikanische Republik) oder Stadt (Kanada), die Farbe steht je nach Karte für einen bestimmten FSE:

Momentan bin ich mich noch dabei, über die einzelnen Punkte zu gehen, bei denen ersichtlich ist, dass ein FSE zum Betreuen einer Maschine im Bereich eines anderen FSEs einspringt. So überprüfe ich, ob der FSE, der eigentlich vom Bereich her für die Maschinen verantwortlich wäre, nicht doch ebenfalls für diese Art von Maschine ausgebildet ist. Kommt dies in einem Bereich mehrfach vor, halte ich das ebenfalls fest, damit mein Supervisor eine Übersicht bekommt, welcher FSE welches Training benötigt.

Wenn alles gut geht, ist das Projekt am Ende dieser Woche abgeschlossen, und ich habe schon gehört, dass ab nächster Woche bereits ein weiteres Projekt in einer anderen Abteilung auf mich wartet. Ich bin schon gespannt, was es sein wird.

Allgemein möchte ich mich vor allem bei meinem Supervisor Chip, aber auch bei allen anderen Kollegen bedanken, die mich wirklich wundervoll aufgenommen haben und mir bei allen Fragen oder Problemen jeder Zeit weiterhelfen. Danke für die großartige Zeit!

Liebe Grüße aus Kennesaw,

Hannah

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