Das Vorstellungsgespräch

Im Frühjahr 2023 saß eine Gruppe von fünfzehn Auszubildenden in einem großen Empfangsraum der Joachim Herz Stiftung in Hamburg und München zusammen. Nervös warteten sie gemeinsam auf ein wichtiges Ereignis.

Diese Auszubildenden waren wir.

Die Joachim Herz Stiftung ist eine Stiftung mit Sitz in Hamburg, die neben anderen Programmen, Auszubildende dabei unterstützt, ihre Ausbildung für einige Monate im Ausland nach Nordamerika zu absolvieren.

Vorher gab es natürlich eine Bewerbung, klar. Die Bewerbung erfordert ein Motivationsschreiben, Lebensläufe, Zeugnisse, Genehmigungen von Schule und Unternehmen und eine Empfehlung des Ausbilders. Einige der Dokumente müssen in deutscher und englischer Sprache eingereicht werden. 

Um in das Programm aufgenommen zu werden, muss man zunächst an einem Vorstellungsgespräch teilnehmen. Zu diesen trafen wir uns vor Ort in der Joachim Herz Stiftung. Die andere Gruppe traf sich im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in München. Zuerst bekamen wir ein Namensschild, damit wir uns besser kennenlernen konnten. 

Uns allen wurden verschiedene Fragen gestellt. Wir waren alle ziemlich nervös, haben aber versucht, uns gegenseitig zu beruhigen. Wir haben über unsere jetzigen Ausbildungsplätze in Deutschland gesprochen und darüber, in welcher Stadt wir leben. Wir fanden einige Gemeinsamkeiten, aber auch einige interessante Unterschiede. Darüber unterhielten wir uns ausführlich.

Cornelie, die Programmkoordinatorin, die uns zum Vorstellungsgespräch eingeladen hatte, saß mit uns im Raum und versuchte uns ebenso zu beruhigen, da wir vor dem Gespräch sehr aufgeregt waren. 

Als ich, Jessica, aufgerufen wurde, ging ich die Treppe zum Beratungsraum hinauf, die Tür ging auf und ein Junge kam mir entgegen. Das Lustige war, dass ich den Jungen schon aus meiner Berufsschulklasse kannte. Ich wusste aber nicht, dass Daniel sich auch für das Programm beworben hatte. Er sagte mir, dass das Vorstellungsgespräch nicht so schlimm sei und ich mir keine Sorgen machen müsse. Das hat mich sehr beruhigt.

Die Jury bestand aus zwei Personen unterschiedlichen Alters, die in einem hochwertigen Büro saßen. Wir hatten ein nettes Gespräch, zuerst auf Deutsch über unsere Interessen und Beweggründe ins Ausland zu gehen. Dann haben sie auf Englisch mit uns über Hobbys und lustige Geschichten gesprochen. 

Wenn du dich für mehr als eines der Programme beworben hast, die von der Stiftung angeboten werden, wurdest du auch gefragt, welches dein präferiertes Programm ist und warum. Nach 15 Minuten war das Gespräch schon wieder vorbei und man konnte wieder nach draußen gehen, wo Cornelie und Anna, ihre Kollegin, uns übrig gebliebene Fragen beantworteten.

Später gingen einige der Gruppen noch etwas trinken und hatten eine schöne Zeit, um sich besser kennenzulernen. Ein paar von uns besuchten in München das Hofbräuhaus, um ein Bier zu trinken.

Nun gehören wir zu den Glücklichen! Nach unserem erfolgreichen Vorstellungsgespräch sind wir jetzt alle gespannt, was uns auf unserer Auslandsreise erwartet.

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