Servus miteinander,
Mein Name ist Muhammed Yasar, ich bin 21 Jahre alt und mache derzeitig eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik bei der Firma “Automag GmbH” in München.
Unsere Reise bis zu diesem Tage war einzigartig und unvergesslich in jeglicher Art und Weise. Das uns Neue / Unbekannte und zugleich das Familiäre / Vertraute. Kulturelle Schocks wie zum Beispiel kein anständiges Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln außerhalb von Atlanta oder auch die Offenheit der Menschen waren an der Tagesordnung. Nachdem wir uns jedoch alle gut eingefunden hatten, begann die rosarote Brille, welche uns die USA nur von ihren schönsten und besten Seiten zeigte, zu verblassen. Denn man kann nicht jene Probleme bestreiten, die sichtbar und allgegenwärtig wie zum Beispiel Obdachlosigkeit, Drogenabhängigkeit und der damit verbundene Handel, die teuren Lebensmittelpreise oder auch der Waffenbesitz sind. Nichtsdestotrotz haben uns diese Sachen nicht daran gehindert, dass Beste aus dieser Reise zu machen.
Unsere Highlights in der vierten Woche:
In der vierten Wochen von unserem sechswöchigem Aufenthalt in den USA durften wir allesamt an tollen Ereignissen teilnehmen. Beispiel hierfür ist die Metro Atlanta Chamber, wo die Attraktivität für Unternehmen, um in Atlanta einen Standort zu eröffnen, diskutiert wird, oder auch der Rundgang bei Delta Tech Ops, wo Flugzeuge und deren Komponenten repariert werden.
Jedoch werde ich mich bei diesem Beitrag den Vorträgen, die an der privaten Emory University gehalten wurden, widmen.
Zuerst ein paar Eindrücke, die mir gleich ins Auge gestochen sind. Die gesamte Anlage war nahezu perfekt, sodass man denken könnte, dass diese Universität aus einem Bilderbuch für private Unis stammt. Auch war der Helikopterlandeplatz auf der Universität komplett neu für mich, da ich damit überhaupt nicht gerechnet hätte.
Der erste Vortrag handelte von der Geschichte schwarzer Studierenden und die Probleme wie zum Beispiel Rassismus oder Geldnot, die diese während eines Studiums erlebt hatten und immer noch erleben. In den anderen Vorträgen wurden Themen wie Umwelt, Struktur einer Stadt und der Einfluss vom Klimawandel auf unterschiedliche Gesellschaftsschichten behandelt. Dabei ist mir ein Aspekt besonders im Kopf geblieben. “Wir benutzen alte Reifen, um damit unsere Straßen zu bebauen.”. Da ich persönlich ein großer Fan von Innovationen bin, befürworte ich solch eine Unternehmung, da vor allem Reifen nicht wirklich recyclebar sind und man ihnen somit ein zweite Aufgabe geben kann. Auch wurde erwähnt, dass Reifen bei direkter Sonneneinstrahlung nicht so heiß werden wie Asphalt, was wiederum die Temperatur in den Städten senkt würde. Wer weiß, vielleicht ist ja diese Art des Straßenbaus zukunftsfähig.
Abschließend möchte ich sagen, dass diese kurze Auslandsaufenthalt mich als Person verändert hat. Ich konnte die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachten, was mir geholfen hat, andere Denk- und Lebensweisen besser zu verstehen. Daher zerbricht es mir das Herz, wenn ich daran denke, dass diese Reise bald zu Ende ist.



