Nach langer Vorfreude war es endlich soweit – unsere Reise nach New York begann. Am Mittwoch machten wir uns auf den Weg und inzwischen können wir uns schon halbwegs in der Stadt zurechtfinden.
Wie auch in den vergangenen Jahren trafen sich alle Auszubildenden eine Nacht vor dem Abflug in Frankfurt. So starteten auch Lale, Lea, Shelly und ich (Alexander) von Hamburg aus nach Frankfurt Niederrad. Dort gehörten wir zu den Ersten, die eintrafen, und begrüßten nach und nach viele bekannte Gesichter. Nach dem Einchecken und einem reichhaltigen Kuchenbuffet erhielten wir von der Stiftung ein letztes Briefing. Den Abend konnten wir frei gestalten, was schließlich auf einer Aussichtsplattform am Main in angeregten Gesprächen über die bevorstehende Zeit, die Aufregung und das Heimweh endete.
Da uns ein anstrengender Tag bevorstand, gingen die meisten früh ins Bett. Am nächsten Morgen hieß es für die New-York-Reisenden früh aufstehen – um 6:30 Uhr stand das Frühstück an. Eine Nachricht über die Verspätung unseres Fluges erlaubte uns einen etwas entspannten Start in den Tag. Zusammen mit Cornélie fuhren wir schließlich zum Flughafen. Nachdem wir gemeinsam eingecheckt und die erste Sicherheitskontrolle passiert hatten, begann für mich die eigentliche Reise: Zehn Auszubildende, alle um die 20 Jahre alt, auf großer Fahrt.
Trotz einiger Verzögerungen durch verschärfte Sicherheitsvorgaben bei manchen von uns, fanden wir schnell unser Gate. Dort ließ sich die Gruppe nieder, und jeder begann, seine eigene kleine „Side-Story“. Ich zum Beispiel spielte mit Melina und Kilian ein paar Gates weiter eine Runde Forza Horizon. Andere besorgten sich noch einen Snack oder berichteten telefonisch erste Neuigkeiten.

Das Boarding war abgeschlossen und voller Aufregung saßen wir nun beisammen, tauschten unsere Gedanken über die bevorstehende Reise aus. Noch realisierte niemand, worauf wir uns eigentlich einließen. Nach acht Stunden Flug – mit großartigen Ausblicken, guter Verpflegung und anregenden Gesprächen – landeten wir schließlich am JFK. Obwohl laut Uhr erst zwei Stunden vergangen waren, fühlte es sich wie eine Ewigkeit an. Nach der Passkontrolle konnten wir endlich unsere Koffer in Empfang nehmen.
Am Ausgang erwartete uns Sandy, unsere Ansprechperson, mit einem kleinen Reisebus, der uns direkt in unsere Unterkunft brachte. Nach der Schlüsselübergabe lud uns die Stiftung, vertreten durch Sandy, noch auf einen Burger ein. Erst dort wurde uns allmählich klar, dass die nächsten Wochen in New York wirklich begonnen hatten.

Erschöpft von über 20 Stunden ohne Schlaf, gingen wir früh ins Bett, denn schon am nächsten Morgen sollte es um 9:00 Uhr weitergehen. Gemeinsam fuhren wir in den Financial District zur GACC, wo wir im 24. Stock einige weitere Infos zu New York und unserem Visum erhielten. Von dort aus genossen wir die großartige Aussicht und erkundeten die Räumlichkeiten.

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Straßen planten wir, gemeinsam einkaufen zu gehen, um später im Central Park zu picknicken. Gesagt, getan – bei Trader Joe’s kauften wir frisches Brot, leckeren Hummus und andere Kleinigkeiten. Am Abend genossen wir unser Picknick im Central Park, staunten über die hohen Preise und beobachteten den frühen Sonnenuntergang, der die Stadt in ein leuchtendes Meer aus Lichtern verwandelte.
Am Samstag spendierte uns die Joachim Herz Stiftung einen Museumstag im MET. Gemeinsam starteten wir in der ägyptischen Ausstellung, doch nach und nach erkundete jeder von uns das Museum auf eigene Faust. Mit Ben schaute ich mir die europäische Kunst an, und nach drei Stunden waren wir erschöpft.
Als wir das Museum verließen, wurden wir überraschend mit deutschen Schlagern begrüßt – die Steuben Parade, eine Feier der deutsch-amerikanischen Freundschaft, war im vollen Gange. Wir bekamen Goodiebags und sangen lauthals mit, bevor wir uns Hotdogs oder Bowls gönnten.
Einige von uns kehrten ins Museum zurück, während andere durch die Stadt zogen, Apple Stores besuchten und einfach die Atmosphäre genossen. Am Abend trafen wir uns in der Wohnheimküche, um gemeinsam zu kochen und den Tag ausklingen zu lassen. Ben zauberte uns ein leckeres One-Pot-Gericht, das hervorragend schmeckte.
Doch der Tag war für manche noch nicht vorbei. Voller Energie machten sich Tommi, Kilian, Shelly, Miri und ich auf zum Times Square, dem Touristenziel Nummer eins. Bei Nacht war es dort taghell, und wir staunten nicht nur über die riesigen Bildschirme und Lichter, sondern auch über die vielen Menschen, die sich dort tummelten. Straßenkünstler, eine Blaskapelle – der Times Square hatte alles zu bieten und hinterließ einen bleibenden Eindruck bei uns allen.
