Wir sind eine Gruppe von 12 Auszubildenden, die Dank der Joachim Herz Stiftung die Möglichkeit bekommen einen Teil unserer Ausbildung in einem 4-wöchigen College Programm in Halifax in Kanada zu absolvieren.
Das Abenteuer beginnt
Realisiert ihr schon, dass es jetzt losgeht? Diese Frage haben wir uns am Tag des Abfluges nach Kanada wohl am häufigsten gestellt. Als wir am Morgen von Großraumtaxis an unserem Hotel in Frankfurt abgeholt wurden und auch nachdem wir reibungslos durch den Check-In und die Sicherheitskontrolle gekommen sind, waren wir uns einig, dass wir noch nicht begreifen, dass unsere große Reise jetzt tatsächlich beginnt. Das ungläubige Gefühl blieb auch während des gesamten Fluges, der sich anfühlte als würde die Zeit still stehen, da wir mit der Sonne flogen und es sich bei der Landung immer noch wie Nachmittags anfühlte, obwohl es in Deutschland bereits 23 Uhr wäre. Erst in der Ankunftshalle in der unsere Gastfamilien bereits mit Schildern auf uns warteten, merkten wir langsam, dass wir jetzt tatsächlich in Kanada sind und unser Abenteuer beginnt.

Unser erster Tag in Halifax
Die meisten von uns waren auf Grund der Zeitverschiebung schon relativ früh auf den Beinen und konnten noch einen entspannten Vormittag in den Gastfamilien genießen, bevor wir uns Mittags mit Valessa und Tobi vom Nova Scotia Community College in Alderney Landing zu unserem Stadtrundgang trafen. Dieser startete mit unserer ersten Fahrt mit der Fähre mit welcher wir von Dartmouth nach Halifax übersetzten. Anschließend spazierten wir am Ufer an vielen kleinen Hütten mit Spezialitäten wie z. B. Beaver Tails und Poutine vorbei, sowie an ,,the Wave‘‘ die zwar eigentlich nur zum Ansehen gedacht ist aber Touristen versuchen trotzdem ständig darauf zu klettern. Unser Weg führte weiter zu unserer Englisch Schule und durch den Halifax Public Garden in dem wir eine kurze Pause einlegten. Weiter ging es zum Emera Oval, auf dem man Rollschuh fahren kann und anschließend auf die Citadel die einen wunderschönen Blick über die Stadt bot. Von dort aus wurde früher mit Hilfe von Fahnen mit vorbeikommenden Schiffen kommuniziert, ob diese Durchfahren dürfen oder nicht. Zum Abschluss unserer Tour zeigte uns Valessa die Silhouette eines Mannes in einem Kirchenfenster die sich bei der Halifax Explosion in das Fenster gebrannt haben soll. Gemeinsam ließen wir den Tag im Beer Garden ausklingen, in dem ein Oktoberfest mehr oder weniger originalgetreu gefeiert wurde.





Food, Park und Festival
An unserem ersten freien Samstag beschlossen wir zur dritt einige Empfehlungen von Valessa gleich zu folgen. Dafür trafen wir uns am Vormittag an der Uferpromenade und begannen unseren Tag mit Beaver Tails in verschiedenen Geschmacksrichtungen.


Maritime Museum of the Atlantik
Als nächstes besuchten wir das Maritime Museum of the Atlantik in dem wir uns über die Halifax Explosion informierten. Außerdem konnten wir dort einige große Schiffe, Modellschiffe und Originalteile der Titanic besichtigen.


Point Pleasant Park
Nach den interessanten Eindrücken des Museums machten wir uns auf den Weg zum Point Pleasant Park und spazierten dort bis zum Ufer um die frische Meeresluft zu genießen. Auf dem Rückweg zum Bus trafen wir einen Mann der Eichhörnchen fütterte und uns ebenfalls ein paar Nüsse anbot, die uns die Eichhörnchen aus der Hand fressen sollten, leider hatten wir dabei nicht so viel Erfolg wie er.

Feuer und Wasser Festival
Nach einer kurzen Stärkung in der Stadt fuhren wir mit der Fähre nach Dartmouth, zum Feuer und Wasser Festival bei dem von Musik über Essen bis hin zu Trommelkursen, kostenlosen Henna Tattoos bis hin zu einem Schmied einiges geboten war. Den Abschluss des Festivals bildeten eine Feuershow und ein Auftritt einer Gruppe der Mi‘kmaq. Nachdem wir ein Foto mit der Gruppe machen durften wurden wir gefragt, ob wir Ihnen helfen möchten ihr Tippi abzubauen. Dieses einmalige Angebot mussten wir natürlich annehmen und so begonnen wir Sandsäcke vom Zelt los zu knoten, die Plane aufzuwickeln und die Stangen nach und nach auf den Truck zu laden. Nachdem alles erfolgreich verstaut war erfuhren wir von dem Chef der Gruppe, dass normalerweise die Großmütter des Stammes die Jungen beim Tippi auf- und abbauen beobachten und sie dabei durch konzentriertes arbeiten beweisen können, dass sie heiratsfähig sind. Diese Aufgabe haben wir somit schon einmal mit Bravour gemeistert. Wir werden sehen welche Herausforderungen die nächsten 4 Wochen noch auf uns zukommen …




