Hey! Ich heiße Jessica und mache derzeit eine Ausbildung zur Industriekauffrau in Deutschland. Ich bin unglaublich glücklich und froh, Teil dieses großartigen Programms zu sein!
Wir befinden uns mittlerweile in der dritten Woche unseres Stipendiums – und ehrlich gesagt kann ich kaum glauben, dass wir schon die Halbzeit erreicht haben. Die Zeit vergeht wie im Flug, und ich fange langsam an, mich hier richtig zuhause zu fühlen. Ich habe bereits so viele Eindrücke sammeln können, und es gibt wirklich jeden Tag etwas Neues zu entdecken und zu lernen.
Ein Wochenende, das in Erinnerung bleibt – Unser Aufenthalt im Herz House in Covington
In den letzten drei Wochen haben wir nicht nur viel vom amerikanischen Leben mitbekommen – wir sind auch als Gruppe richtig zusammengewachsen. Und ich bin fest davon überzeugt, dass das vor allem an unserem gemeinsamen Wochenende in Covington lag.
Wir durften das frisch renovierte und erst im September letzten Jahres eröffnete Herz House besuchen – umgeben von ruhiger Natur, wunderschöner Landschaft und stillen Seen. Es war der perfekte Ort für einen intensiven AI-Workshop, den wir gemeinsam mit den Interns und einigen KSU-Student:innen absolviert haben. Das Haus war nicht nur wunderschön, sondern auch geräumig genug für uns alle.
Der Workshop war fordernd, aber auch extrem lehrreich. Wir haben gelernt, wie man künstliche Intelligenz sinnvoll nutzt – vor allem, wie wichtig die richtige Fragestellung ist. Dabei sind wir tief in die Grundlagen von Datenqualität eingestiegen, z. B. in Begriffe wie Genauigkeit, Vollständigkeit und Aktualität.
In Gruppen haben wir strukturierte und unstrukturierte Daten sowie implizites Wissen anhand unserer eigenen Ausbildungen analysiert und verglichen. Außerdem sollten wir Muster in einer großen Datenbank erkennen und beurteilen, welche Datenquellen geeignet sind – inklusive Verbesserungsvorschlägen und Ideen, wie man KI in unsere berufliche Ausbildung integrieren könnte.
Man hat sofort gemerkt, wie viel Arbeit und Leidenschaft Herr Goldblatt in diesen Workshop gesteckt hat – und wir sind ihm sehr dankbar für diesen umfassenden Einblick.
Neben all dem Lernen gab es auch gesunde, leckere Mahlzeiten als wohltuende Abwechslung zur typisch süßen US-Küche – und jede Menge Bewegung in den Pausen, z. B. durch sogenannte „Energizer“.
Die Abende ließen wir ganz entspannt ausklingen – mit Gruppenspielen, gemütlichem Zusammensitzen am See oder sogar Yoga beim Sonnenuntergang. Eine perfekte Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und den Tag gemeinsam zu reflektieren.

Einblick ins Kennesaw Campusleben – meine besten Kurse bis jetzt!
Am Wochenende hatte ich die Möglichkeit, ein paar Kurse zu besuchen, die zu meinem Berufsfeld passen – und ich war echt beeindruckt!
Ein Highlight war der Public Speaking-Kurs. Die Studierenden mussten sich ein zufälliges Zitat ziehen und dann ganz spontan ein paar Minuten vor der Klasse darüber sprechen – ohne Vorbereitung! Ich fand es bewundernswert, wie offen sie auch über sensible Themen gesprochen haben, und wie sehr sie sich gegenseitig Mut gemacht und unterstützt haben. Es hat mir richtig Spaß gemacht, den freundlichen und inspirierenden Reden zuzuhören.
Ein weiterer Kurs, der mir besonders gefallen hat, war Principles of Marketing. Wir haben über Preisstrategien gesprochen, und ich habe schnell gemerkt, dass die Inhalte sehr ähnlich zu dem sind, was ich in meiner Ausbildung in Deutschland lerne. Ich konnte super mitarbeiten und habe direkt beschlossen, in der nächsten Woche wiederzukommen – dann geht es um das Thema Supply Chain.

Der letzte Kurs, den ich besucht habe, hieß Management and Behavioral Sciences. Anfangs wusste ich gar nicht, was mich erwartet – aber ich wurde positiv überrascht! Wir haben zunächst über verschiedene Arten der Mitarbeitermotivation gesprochen und anschließend in Gruppenarbeit das Thema Teamarbeit bearbeitet. Zusammen mit zwei amerikanischen Studenten musste ich einen Turm aus Spaghetti bauen. Nach 20 Minuten haben wir gemeinsam mit der Professorin reflektiert, wie die Zusammenarbeit funktioniert hat und wo noch Verbesserungspotenzial liegt. Solche Themen finde ich enorm wichtig – sie sind ein fester Bestandteil in der Arbeitswelt und machen richtig Spaß, wenn man sie so interaktiv vermittelt bekommt.



