Mein USA Praktikum bei Johnson, Spellman & Associates

Ich befinde mich mittlerweile in der Endphase meines Praktikums. Es ist unfassbar, wie schnell die Zeit vergangen ist. Die Firma Johnson, Spellman & Associates gab mir einen direkten Einblick in den Amerikanischen Stil des HVAC (Heating, Ventilation and Air Conditioning)-Systems. Durch das Mitwirken an verschiedenen Projekten bekam ich einen sehr guten Vergleich zum europäischen Standard. Die Aufgaben innerhalb meines Praktikums beliefen sich auf die Planung und Erstellung technischer Zeichnungen mit den CAD (computer-aided design) -Programmen Revit. Es ist ein 3D Zeichnungsprogramm, welches hauptsächlich zum modellieren von Gebäuden benutzt wird. Der Vorteil von Revit ist im Vergleich zu anderen Zeichnungsprogrammen, dass eine Änderung automatisch im gesamten Projekt ausgeführt wird. Somit sind die Architekten, Statiker und Ingenieure kontinuierlich auf dem neuesten Stand.
Ausserdem unterstütze ich die Ingenieure und die technischen Systemplaner in verschiedenen Tätigkeitsbereichen, wie z.B. der Planung eines erforderlichen Kühlungsystems für einen Serverraum oder eine effiziente Versorgung für den Atlanta Zoo. Außerdem begleitete ich die Ingenieure auf verschiedene Baustellen, zwecks der Baustellenüberwachung.

JSA – Team

Aufgrund meines Mitwirkens an vielen verschieden Projekten, konnte ich mir einen sehr positiven und guten Einblick in die amerikanischen Leistungsphasen verschaffen. Gemeinsam mit den Ingenieuren und Designern haben wir anhand von Meetings Ideen vorgestellt und diese anschließend miteinander besprochen. Die Kommunikation zwischen Bauherrn und Architekten ist nicht zu vernachlässigen. In der Planung,- sowie in der Ausführungsphase, gibt es stetig Veränderungen. Diese müssen dann anhand der Wünsche des Bauherrn angenommen und bearbeitet werden. Mit dem CAD- Programm Revit habe ich die Versorgungs- und Ausrüstungstechnik in Bürogebäuden, Wohnbauten und auch Datazentralen in 3D Architekten-Modellen eingezeichnet. Worüber ich sehr glücklich bin, plane und zeichne ich während meines Praktikums hauptsächlich das Gewerk; Lüftung. Neben den Gewerken Sanitär und Heizung, bekam ich auch Input und kleinere Aufgaben für Kühlungssysteme und Brandschutztechnik. Dabei sind die Kalkulationen von Druckverlusten, Größen und Leistungen einzelner Komponenten sehr entscheidend. Das Ziel ist es nämlich ein nachhaltig, wirtschaftliches Gebäude zu konstruieren. Immer wieder tritt man auf neue Herausforderungen und Probleme, wie z.B Architekten, die mit Deckenflächen und Höhen von Zentralen meist sehr sparsam sind. Da die Architekten in den vereinigten Staaten noch weniger Platzbedarf für die Technik zur Verfügung stellen, verwenden die HVAC Konstruktöre kleinere Kanalgrößen mit sehr hohen Geschwindigkeiten.

3D CAD Software – Revit

Ich hatte auch die Gelegenheit mit Gabe mehrere Projekte zu Besichtigen.  Im Georgia Tech Hopkins z.B. haben wir eine Bestandsaufnahme von einer Heizungszentrale mit Hilfe eines 3D-Scangerätes gemacht. Das Gerät scannt den Raum, und jede noch so befindliche Technische Komponente. Die aufgenommenen Daten können dann ins Revitmodell konvertiert und anschließend weiter bearbeitet werden.

Im Georgia Tech Alumni-House kontrollierten wir die Montagearbeit. Diese gaben mir einen direkten Einblick der Konstruktion im amerikanischem Stil. Außerdem hatte ich die Gelegenheit bekommen, eine 4500m² große Datenzentrale zu besichtigen. Selbst beim Atlanta Zoo wird ein neues Grundstück gebaut, wo meine Firma für Sanitär und Brandschutz verantwortlich ist. Das Besondere an diesem Projekt ist die kontinuierliche warme Belüftung für die Tiere aus Afrika, die sich dort noch dieses Jahr austoben werden.

Wir kamen auch zum Gespräch mit dem Bauherrn, Architekten, Monteuren und Statikern um offene Probleme so direkt zu lösen. Außerdem haben wir Rundgänge durch die Projekte gemacht und haben das gezeichnete mit der Konstruktion der Monteure verglichen. Unvermeidliche Änderungen müssen dann gegebenenfalls im Revit-Modell übernommen werden, solange diese laut dem Ingenieur einwandfrei verlaufen.

Die vielen inspirierenden Eindrücke und sehr schönen Erinnerungen werden mit Sicherheit lange in Gedächtnis bleiben.  Besonders bedanken möchte ich mich bei Gabe, Mark und Thom, die mir das Praktikum zu etwas unvergesslichem gemacht haben. Danke für die schöne Zeit bei JSA und ein sehr großes Danke schön an die Joachim Herz Stiftung, die mir diese einzigartige Reise erst möglich gemacht hat.

Liebe Grüße aus Berkeley Lake

Ramin

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