Mein erstes Thanksgiving

Nach einer Woche Collage freuen wir uns auf das bekannte Thanksgiving!
In Deutschland gibt es das nicht, daher bin ich sehr gespannt wie es meine Gastfamilie in Kanada feiert.


Thanksgiving bedeutet, dankbar zu sein, für das was man hat. Viele sind dankbar dafür, gesund zu sein oder in Frieden zu leben. Jede Familie hat eigene Traditionen und Gewohnheiten. Lea und ich lernen heute kennen, wie es die Familie von Sharon und Dean feiern.


Unsere Gasteltern feiern Thanksgiving dieses Jahr bei einem Verwandten. Wir fahren morgens los, immer tiefer in einen Wald, bis wir ein Cottage am See erreichen. Die Kulisse war traumhaft, ein schön dekoriertes, großes Zelt, vor einem See in dessen Hintergrund die bunten Blätter des Waldes schimmern. Es ist leicht bewölkt und die Sonne scheint, es fühlt sich an wie in einem Traum. Wir werden von allen herzlich in Empfang genommen und die letzten Vorbereitungen für das spektakuläre Thanksgivingdinner werden getroffen.


22 Leute sitzen gemeinsam an einen großen Tisch und genießen das frisch gemachten Essen, mit Zutaten aus dem Garten und von nahegelegenen Bauern. Vor dem Essen beten wir gemeinsam, um Gott dafür zu danken.
Lea und ich haben davor noch nie Truthan gegessen, es war wirklich gut! Dazu gibt es viel Gemüse, unter anderem Kürbismus und einen Süßkartoffelauflauf. Die Füllung aus dem Truthan darf natürlich nicht fehlen. Später gibt es noch einige typische Nachspeisen, zum Beispiel einen „Pumpkin Pie“ und ein „Ginger Bread“. Die Gerichte unterscheiden sich von den deutschen Gerichten, viele Speisen esse ich zum ersten Mal.
Traditionell wird bei dem Essen durch die Runde gefragt, für was jeder Einzelne dankbar ist.


Wir unterhalten uns gut mit der Verwandtschaft, alle nehmen uns herzlich in Empfang. Die meisten sind ziemlich neugierig, was wir daheim in Deutschland für Berufe haben und warum wir hier in Kanada sind. Es war wirklich ein toller Nachmittag, mit vielen guten Gesprächen. Mit einem Lagerfeuer und gegrillten Marshmellos lassen wir den Abend ausklingen.


Ich finde es schön, dass ich diesen besonderen Feiertag in einer so netten Familie mitfeiern darf.
Ich bin dankbar dafür, dass ich dieses großartige Programm der Joachim Herz Stiftung mitmachen darf und für einen Monat in Kanada sein kann.


Für was seid ihr dankbar?

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