Hi, ich bin Shelly und habe gerade die Chance meines Lebens, mit einem Stipendium der Joachim Herz Stiftung ein Praktikum in New York City, bei der non-profit Organisation Human Impacts Institute, zu absolvieren. Zuhause bin ich im dritten Lehrjahr der Ausbildung zur Mediengestalterin bei der Peter Schmidt Group in Hamburg.
Graffiti-Workshop mit ghostfacemims
Meine Kolleg:innen aus Team 19 haben mir zum Abschied ein ganz besonderes Geschenk mitgegeben: einen Graffiti-Workshop bei Graff Tours in Brooklyn! Also ging es an einem sonnigen Nachmittag quer durch die Stadt nach Bushwick. In einer kleinen Gruppe haben wir die Basics von einem local graffiti artist gelernt, uns dann Handschuhe und Masken geschnappt und durften uns austoben. Es ist super faszinierend, selbst zu sprayen, und jetzt hängt mein erstes Graffiti – ein bisschen messy, aber mit viel Herz – irgendwo zwischen all den Farben und Formen an der Wand.

Halloween und ab in die Natur
Halloween haben wir alle zusammen in Manhattan gefeiert. Nach der berühmten Parade im west village ging es für uns Mädels auf die 230 Fifth Rooftop Bar, wo wir mit Blick auf die funkelnde Skyline Halloween abgeschlossen haben – eine meiner schönsten Erinnerungen!


Doch am nächsten Morgen war dann schon Packen angesagt. Mit Melina, Miri und Lale ging es per Amtrak in die Catskills, raus aus dem Trubel der Stadt und mitten hinein ins Nirgendwo. Über Airbnb hatten wir in Cairo eine wunderschöne A-Frame-Hütte gebucht, umgeben von Natur pur. Nach einem Stopp im Wylde Café an der Hudson Station waren wir bestens versorgt und machten uns dann mit komplett überpackten Taschen (mit essen und snacks) und einem Uber auf den Weg zur Hütte.
Diese war ein absoluter Traum – gemütlich eingerichtet, mit riesigem Grundstück umgeben von Bäumen und einer Feuerstelle, die wir direkt am ersten Abend mit Stockbrot und S’mores eingeweiht haben. Es dauerte auch nicht lange, bis sich so kleine Traditionen eingespielt haben: gemeinsames Kochen, Filmeabende und die Ruhe genießen. Während Melina und Lale oft früh ins Bett gingen und früh wieder wach waren, hatten Miri und ich unsere eigene „Nachtschicht-Routine“ und schauten die neue Staffel von The Rookie – die gibt’s in Deutschland noch nicht, und das mussten wir nutzen!



Einfach mal nichts tun
Es tat so gut, mal auszuschlafen, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. Die absolute Stille, keine Sirenen oder Straßenlärm – das war das komplette Gegenteil von Manhattan und einfach wohltuend. Melina verwöhnte uns regelmäßig mit frisch gebackenen Zimtschnecken, Pancakes und Blondies, während Lale sogar Apfelmus kochte.
Am Sonntag stand eine Wanderung zum Catskill Creek auf dem Plan. Der Weg war allerdings etwas länger und verwirrender als gedacht, da es kaum öffentliche Wanderwege gab und wir einen Großteil des Weges auf der Straße zurücklegten. Doch das Ziel machte alles wett – nach einem kreativen „Abstieg“ saßen wir schließlich mitten im Creek auf den Steinen, genossen die Sonne und ließen einfach mal alles auf uns wirken.
Dienstagvormittag geht es für uns dann wieder zurück nach Manhattan – bereit für die nächsten Abenteuer, aber auch mit ein paar schönen Erinnerungen an die Stille und Entspannung im Gepäck.
Bis bald,
Shelly







