Hi! Mein Name ist Ben Becker, ich bin 24 Jahre alt und im dritten Jahr meiner Schreinerlehre.
Mein Praktikum bei „Robert Kalka Custom Woodworking“ beinhaltete den Bau einer Bibliothek für einen Kunden aus Manhattan. Dieser Besitzt dort ein altes, denkmalgeschütztes Haus an der Upper West Side und im Rahmen einer Renovierung sollte für dieses eine Bibliothek hergestellt und eingebaut werden.








Die Menge an Bauteilen überstiegen die Lagerkapazitäten der Werkstatt, weshalb wir die zwei Bibliothek-Flügel in zwei Produktionsgängen herstellten. Die ersten vier Wochen waren wir mit der Vorbereitung, Bearbeitung und Lackierung des Westflügels der Bibliothek beschäftigt.





In dieser Zeit konnte ich meine Fähigkeiten beim Lackieren testen, denn das hatte ich zuvor noch nicht gemacht. Besonders gut gefiel mir, dass Robert, mein Supervisor, mir das Grundprinzip erklärt hat und ich daraufhin auf eigene Faust mit viel Freiheit selbst meinen Weg finden konnte und sollte. Wir nannten es „Cowboy Style“ – ins kalte Wasser schmeißen. Das hat auch sehr gut geklappt, weshalb wir das im Laufe des Praktikums bei einigen Tätigkeiten genau so machten.




Ansonsten bekam ich meine Arbeitsanweisungen und konnte für mich selbstständig meine Aufgaben erledigen. Ich wollte auch nicht so viel nachfragen, weshalb ich immer einen Weg gefunden habe eine Situation zu lösen. Natürlich war es nie ein Problem nachzufragen. Es waren alle immer sehr hilfsbereit und Aufmerksam.
Nach den vier Wochen ging es dann das erste Mal auf Montage, um den ersten Teil der Bibliothek zu montieren. Auch hier verlief alles Reibungslos, nur nicht ganz so schnell, da hier keine Fehler passieren dürfen.



In den nächsten vier Wochen haben wir dann den Ostflügel gebaut, welcher etwas größer war. Die Arbeit an diesem schien mir schneller und reibungsloser zu funktionieren. Ist auch logisch – hier zeigten sich schon die Erfahrungen aus der vorherigen Arbeit am Westflügel.
In den letzten drei Tagen des Praktikums gelang es uns noch, die Schränke zu stellen und die groben Arbeiten abzuschließen. Für den Abschluss der Arbeiten hat es leider nicht gereicht.




Mein bestes Erlebnis war, dass ich von Robert seinen ersten Handhobel geschenkt bekommen habe. Er gab ihn mir und sagte: „Ich wüsste keinen der es mehr schätzen würde.“ Das war eine großartige Geste und zeigt mir, dass ich seinen Respekt für meine Arbeit verdient habe. Das war sehr besonders für mich.

Hier ist noch unser letztes Foto, kurz vor dem Abschied zu sehen. Das Praktikum war für uns alle ein voller Erfolg und ich bin froh mit diesem Team zusammen gearbeitet zu haben. Wir haben uns super verstanden und viel Spaß miteinander gehabt.

